4. Sitzung des FSR Wirtschaftswissenschaft am 13.5.2008

Thomas EichentopfFSIs, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, LHG 0 Kommentare »

Erwartet wurde am vergangenen Dienstag eine recht ruhige Sitzung, nachdem der FSR zuletzt in Sachen Nachholklausuren einen Schritt weiter gekommen war und die aktuelle Lage wenig an gefährlicher Brisanz zu enthalten schien.

So begann die Sitzung entsprechend zügig. Relativ schnell einigte sich der FSR darauf, in Bezug auf die Nachholklausuren noch einen Schritt weiter zu gehen und den Zeitabstand von jetzt einem halben Jahr stärker zu verkürzen. Wir unterstützen das, weil wir denken, dass ein Prüfungszeitraum von fünf Wochen, wie er derzeit vorgesehen ist, untragbar ist.

Anschließend kam das Gespräch, nach einer positiven Auswertung der Party, auf die neue FSR-Webseite zu sprechen. Das vorherrschende Lob hat mich sehr gefreut, dennoch sehe ich hier viel ungenutztes Potential. So fehlen etwa noch die Sitzungsprotokolle, die allerdings demnächst ergänzt werden sollen, und die FAQ-Rubrik wirkt noch sehr vernachlässigt, was ebenfalls nicht im Sinne des Erfinders ist. Hier ist noch eine gemeinsame Anstrengung nötig, um neben dem laufenden Blog die Qualität der Inhalte zu erhöhen.

Kritischer sind jedoch die Einwände von Patrick von der fsi wiwiss, über die anschließend mehr als eine halbe Stunde diskutiert wurde. Zu einem großen Teil waren diese gegenseitig durch persönliche Befindlichkeiten genährt und sollen daher nicht ins Detail erläutert werden. Ich hoffe allerdings, dass Patrick durch die Investition an Zeit zu diesen Punkten Gewahr wurde, dass seine Gedanken anerkannt werden. Immerhin beschäftigte sich der FSR fast die halbe Sitzung damit. Vor allem mahnte Patrick eine stärkere Vernetzung mit den Studierenden in den Gremien an, was durchaus auch im Interesse des FSR liegt.

Thematisiert wurde noch ein Vorschlag, unter den Diplom-Studierenden eine Umfrage zu starten, wie viele Wahlpflicht- und Wahlpunkte sie noch benötigen, um dadurch eine verlässliche Informationsbasis zu haben. Die sollte als Argument genutzt werden, wenn erneut, wie in diesem Semester zunächst in der VWL-Politik, Engpässe in der Lehre beobachtet werden. Allerdings brachten einige Mitglieder auch wichtige Gegenargumente ins Spiel. Obwohl das Projekt also angegangen wird, muss auf diese unbedingt Rücksicht genommen werden. Dazu gehört zum Beispiel die Frage, inwiefern die Informationen eventuell eine schnellere Abwicklung der Diplom-Studiengänge zufolge hätten, frei nach dem Motto: Hier habt ihr eure x Punkte, dann reicht das aber auch.

Institutsvollversammlung am FMI – nur ein laues Lüftchen anstatt eines tosenden Orkans

Thomas EichentopfAStA, FSIs, Lehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, LHG 5 Kommentare »

Der folgende Beitrag stammt vom LHG-Mitglied Björn Stephan. 

Am 08.Mai fand die zweite Vollversammlung am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften statt. Die äußerst geringe Beteiligung von nur 24 Teilnehmern bei der letzten Instituts-VV Ende April verringerte sich nochmals um die Hälfte, sodass nur 12 Studis im Friedrich-Meinecke-Institut zusammenkamen. Darunter waren sogar nur zwei Mitglieder der FSI-Geschichte und keines der FSI Kunstgeschichte anwesend – ein Armutszeugnis, wenn man bedenkt, dass gerade sie es waren, die zu der VV im Rahmen des so genannten „Protestsemesters“ aufgerufen hatten.

Ähnlich spärlich fiel dann auch die inhaltliche Diskussion aus, auch wenn ein klarer Fortschritt im Vergleich zur letzten Sitzung zu konstatieren war: So reichte die Spannbreite der diskutierten Themen bei der vorangegangen Sitzung noch von zweifellos kritikwürdigen Aspekten (dem wachsenden Druck des FU-Präsidiums, zunehmenden Beschneidungen des Haushalts sowie Kürzungen der Bibliotheksbestände) aber auch bis hin zu unrealistisch-abstrus anheimelnden Dingen (wie der Mobilisierung Linksradikaler aus dem Ausland, dem „Dahlemer-Bonzen-Bashing“ und nicht zuletzt dem Umsturz des kapitalistischen „Schweinesystems“). Dieses Mal jedoch waren jegliche Anflüge von ideologischer Verblendung passé und ein im FMI selten gesehener Pragmatismus wurde sichtbar. So konnten am Institut existierende Missstände ganz konkret benannt werden. Erklärtes Ziel war es, einen Katalog von Forderungen zu sammeln, der dem Institutsrat vorgelegt beziehungsweise auf der nächsten Institutsversammlung vorgestellt werden soll. Die wesentlichen Vorschläge die hier gemacht wurden, waren: die jederzeit mögliche Abmeldung von Modulen, die Einführung von vorlesungbegleitenden Tutorien, sowie die Beibehaltung der unbeschränkten Wiederholung von Nachschreibeklausuren. Die vom LHG-Vertreter formulierte Forderung, die Prüfungsordnung, wie am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaft zu gestalten und somit nur eine Prüfung pro Modul absolvieren zu müssen, traf auf geteilte Resonanz. Mit dem Verweis auf die dadurch steigenden Prüfungsanforderungen und die daraus resultierende Mehrbelastung der Studenten, die auch für nachfolgende Semester unzumutbar wäre, wird diese Forderung wohl keine Aufnahme in den Katalog finden. Veröffentlicht werden soll die Zusammenstellung aller Vorschläge auf dem FSI-Geschichte Blog.

Obwohl aufgrund der geringen Beteiligung nur einige wenige Vorschläge zusammen getragen wurden und es der VV zuweilen spürbar an inhaltlicher Tiefe fehlte, bleibt doch ein positiv zu bewertender Ansatz zum konstruktiven Dialog erkennbar. Das offene Diskussionsklima machte einen unvoreingenommenen Gedankenaustausch aller anwesenden Studenten möglich - fernab jedweder Engstirnigkeiten und Zugehörigkeiten zu den verschiedenen Hochschulgruppen. Ob dies allerdings mit der numerischen Minderheit der ansonsten quantitativ dominierenden FSI zu begründen ist, sei dahingestellt. Deutlich wurde jedoch eines: Das FMI wird mit Sicherheit nicht das Auge des vom 19.-23.05 „tosenden“ Aktionsorkans sein - maximal wird es zu einem lauen Lüftchen gereichen. Denn auf Nachfrage konnten nicht mehr als zwei Veranstaltungen für diesen Zeitraum genannt werden, darunter sowohl eine Vorlesung Prof. Dr. Wippermanns zur kritischen Auseinandersetzung mit der FU-Geschichte als auch ein Rundgang an die historischen Stätten der FU. Folglich setzen die Hauptakteure und -initiatoren der Aktionswoche am FMI alles auf das letzte Pferd im Stall, nämlich das der spontanen Aktionen. Doch wie sollen diesem Gaul die Sporen gegeben werden, wenn es gerade einmal gelingt 12 von 4000 Studenten im Fachbereich zu einer Institutsvollversammlung zu mobilisieren?

Zwei Terminankündigungen

Thomas EichentopfBlog, Hochschulpolitische Veranstaltungen, LHG Veranstaltungen, LHG, Allgemeines 4 Kommentare »

Liebe Kommilitonin, lieber Kommilitone,

wir in der LHG engagieren uns seit mehreren Jahren aktiv an der Universität - im Studentenparlament und teilweise bei euch am Fachbereich (derzeit: Wirtschaftswissenschaft, Politik- und Sozialwissenschaften, Geschichts- und Kulturwissenschaften). Da du grad unseren Blog liest, hast du davon offenbar schon etwas mitbekommen.

Vielleicht kommst du selbst aus einem der Fachbereiche. Vielleicht nicht und du vermisst ein LHG-Engagement dort. Vielleicht schlägt dein Herz für die ganze Universität. Wenn du also die Köpfe hinter der LHg mal näher kennen lernen willst, um auszuloten, ob du’s dir mit uns vorstellen könntest, bist du herzlich zu unserem nächsten Gruppentreffen eingeladen:

Am Mittwoch, den 7. Mai, um 18:00 Uhr im Biergarten Luise am U-Bahnhof Dahlem-Dorf, bei gutem Wetter vermutlich im Außenbereich.

Außerdem hat auch der Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaft seine nächste Sitzung angekündigt. Diese finden grundsätzlich öffentlich statt. Treffpunkt ist am Dienstag, den 13. Mai, um 21:00 Uhr das Alcatraz, das Ende ist für etwa 23 Uhr geplant.

Studierende und Lehrende gründen Hochschulallianz

Philipp KarstaedtLehre, Bundespolitik, Hochschulpolitik, LHG, Allgemeines 1 Kommentar »

Einen Blick über den Tellerrand:
In diesen Tagen gründet sich die “Hochschulallianz”, ein (Lobby)Gebilde aus verschiedenen Verbänden, die es eins zum Ziel gesetzt hat:

“[…]die Stärkung von Forschung und Lehre an den Hochschulen. Nach Auffassung der “Hochschulallianz” ist die Bündelung der Kräfte überfällig. Die “Hochschulallianz” sei ein Neuanfang und auch ein Zeichen, dass die künstliche Spaltung der Interessen von Studierenden und Lehrenden überwunden werden muss”

Dabei verlangt sie eine Umstellung der Haushalts-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik zugunsten von Bildung und Wissenschaft und die praktische Umsetzung der ewigen Verlautbarungen “Ja, die Bildung, wichtigste Investition um die Zukunft von Deutschland sicherzustellen”, die wir oft von manchen hohen Stellen hören und nie in die Bundes- und Landeshaushaltsliche Praxis umgesetzt sehen. Eine durchaus lobenswerte Intention also, die wir an der Massenuni FU nur begrüßen können.

Wer bildet diese “Hochschulallianz”?

* der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG)
* der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS)
* das Deutsche Studentenwerk (DSW)
* Thesis – Interdisziplinäres Netzwerk für Promovierende und Promovierte e.V.
* die Bundesvertretung Akademischer Mittelbau (BAM)
* der Verband Hochschule und Wissenschaft (vhw)
* der Hochschullehrerbund (hlb)
* der Förderverein Juniorprofessur e.V.
* der Deutsche Hochschulverband (DHV)

und damit so ziemlich jeder Verband, der Studenten oder Lehrkräften ein Zuhause bietet. Das ganze soll, so die Pressemitteilung zur Gründung apolitisch und unabhängig von den jeweiligen Ausrichtungen der einzelnen Verbände, stattfinden.

Jedoch stellt sticht auch ins Auge, wer nicht mit dabei ist. Vor allem die JuSos und der fzs, in dem sich vor allem AStAs (AStEn?) aus der gleichen politischen Ecke wie der unsere versammeln.
Die Gründe von deren kurzfristigen Rückzug aus der Allianz (die sie am Anfang ja, wie logischerweise zu erwarten, unterstützt haben) sind schleierhaft. Vielleicht überwog die Abneigung gegen den “politischen Feind” RCDS das noble Ziel, vielleicht aber auch die Meinung, dass die LHG und der RCDS schon ganz gut allein alle Studenten in Deutschland vertreten könnte und sich der fzs in aller Ruhe der Abschaffung von Schulnoten widmen kann…

Nun bleibt zu schauen, ob diese Allianz auch “mächtig” und willens genug ist, sich ernsthaft auf das gesteckte Ziel zu konzentrieren oder ob es sich nur um ein Appell handelt, dass wie so viele davor sich so schnell verzieht wie ein Sommergewitter.
Time will tell.

Protestsemester: Gesunder Skeptizismus.

Thomas EichentopfStuPa, Blog, AStA, FSIs, Termine, Hochschulpolitische Veranstaltungen, LHG, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 5 Kommentare »

Mehrmals hatten wir bereits auf einen Streik spekuliert bzw. über geplante und durchgeführte Proteste innerhalb der Studierendenschaft berichtet. Von einem Streik zu auszugehen, so glaube ich heute, wird später wohl übertrieben gewesen sein. Dennoch publizieren die studentischen Blogs derzeit die Ankündigung zum “Protestsemester”. Während es in den Semesterferien wirklich bemerkenswert ruhig um die Hochschulpolitik wurde, scheint sich damit der Grund zu offenbaren: Nicolas spricht bei FUWatch von organisatorischer Vorarbeit in der vorlesungsfreien Zeit.

Gemeint sind damit vor allem die Vorbereitungen für die vielen dezentralen Vollversammlungen, die in der nächsten Woche die Studentenschaft mobilisieren sollen. Nicolas beschreibt die geplanten Proteste ausführlich und umfassend, das will ich hier daher nicht alles doppelt wiedergeben.

Wenn man sich’s dann näher anschaut, wird da ein unglaublicher Aufwand betrieben: Zahlreiche Vollversammlungen an den Instituten, eine große Vollversammlung und auch die Fahrt zur Fachschaftskoordination wollen organisiert werden. Der eigentliche Protest nachher konzentriert sich auf eine einzelne Woche. Schon beim Aktionstag wurde im Vorhinein lange geredet, um nachher wenige Stunden zu füllen. Mir ist klar, dass alle Beteiligten nebenbei andere Dinge tun und ein Protest in der Größe, wie er anvisiert ist, durch seine Komplexität auch eine entsprechende Vorbereitung nach sich zieht. Lieber ist mir tatsächlich auch ein gut vorbereiteter Protest, weil ich mir davon bessere Argumente erhoffe als von spontanen Kundgebungen, denen ich allenfalls das Potential plumper Parolen zuschreibe - selbst, wenn ich die Argumente nachher aus meiner Perspektive vielleicht nicht teilen kann. Aber das war zuletzt beim Aktionstag auch nicht unbedingt der Fall.

Dennoch treibt mich die Sorge um, im Soge des Protestsemesters könnten die eigentlichen Themen vernachlässigt werden. So trifft sich das Studierendenparlament am 30. April zur Wahl des neuen und Entlastung des alten AStA - fast ein Vierteljahr nach den Wahlen also. Auch über die Bibliotheken hat man lange nichts mehr gehört, obwohl sich dort etwa in der letzten Woche mit der (vorübergehenden?) Schließung der Leihstelle, offiziell wegen Umbauarbeiten, neues Konfliktpotential ergab. Nachher wurde dann vielleicht eine Woche protestiert und es wird ein Minderheitenprotest bleiben. Das wird dann mit dem allgemeinen Desinteresse der Studierendenschaft an hochschulpolitischen Themen begründet.

Die ist aber nicht gottgegeben. Sondern, aus Sicht der LHG, die Folge der einseitigen Ausrichtung des AStAs und seines Umfelds. Damit will ich nicht behaupten, dass ein AStA, der sich ausschließlich auf LHG-Themen stützen würde, Rückhalt der ganzen Uni hätte. Deswegen fordern wir ja immer wieder einen unideologischen AStA. Zwar verweist die AStA-Koalition gern darauf, wie offen sie doch für vielfältigen Input sei - aber mal ehrlich, wie groß ist der faktisch wirklich, wenn kritische Gegenstimmen auf Vollversammlungen niedergepfiffen oder zumindest abgekanzelt werden?

Daher: Ein Protest im Sommersemester wird wohl unausweichlich sein. Insofern wünsche ich mir, dass dieser zumindest niveauvoll stattfindet und die Vorbereitungen also auch einen deutlichen Effekt auf die Qualität haben. Dennoch erlaube ich mir, bittend um Nachsicht, einen gesunden Skeptizismus.

Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaft mit neuer Webseite

Thomas EichentopfAStA, FSIs, Blog, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, LHG 0 Kommentare »

Mit Beginn des neuen Semesters startet der FSR Wirtschaftswissenschaft unter der Adresse www.fachschaftsrat.org ein neues Informationsangebot für Studierende des Fachbereichs. Die eigene Webseite soll die Kommunikation mit den Studierenden stärken. So wird sie einerseits genutzt, um die Studierenden über die Arbeit des Fachschaftsrats auf dem Laufenden zu halten. Andererseits wurde auch ein Kummerkasten eingerichtet, in den Studierende ihre Anliegen einstellen können. Auf diese Weise möchte der FSR Input dafür bekommen, welche Themen die Studierenden aktuell bewegen.

Der FSR WiWiss ist ja allerdings nicht der erste Fachschaftsrat an der FU. Auch bei den Juristen hat sich das Gremium eine eigene Webpräsenz eingerichtet. Gleichwohl zeigt das Beispiel, dass auch die Pflege eines solchen Angebots nicht vernachlässigt werden darf, denn der Informationsgehalt bleibt dort gering. Zu hoffen ist daher, dass sich dies bei den Juristen wieder ändert und dass gleichzeitig der FSR WiWiss in der Lage ist, die Ansprüche, die er also mit dem neuen Angebot weckt, auch zu erfüllen.

Immerhin ergibt sich daraus durchaus ein Potential, die Fachschaftsarbeit effektiver zu gestalten. Ein sehr positives Beispiel, wie das erfolgreich umgesetzt werden kann, stellen bestimmt die Kommilitonen in Regensburg dar. Es zeigt, dass in einer solchen Form Webauftritte von Fachschaftsräten auch neben der Webseite des AStA koexistieren und diese sinnvoll ergänzen können.

3. Sitzung des FSR Wirtschaftswissenschaft am 24.3.2008

Thomas EichentopfLehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, LHG 0 Kommentare »

Während die anderen FSRs, in die zum Teil auch Vertreter der LHG gewählt wurden, nach wie vor nicht einberufen worden sind, traf sich der Fachschaftsrat der Wirtschaftswissenschaftler am Ostermontag nun schon zum dritten Mal. Ziel der Sitzung war es, neue Informationen aus den Fokusgruppen zu erhalten sowie für diese weitere Arbeitsinputs zu entwickeln.

Wichtigstes Thema blieb derzeit die Fokusgruppe Prüfungsfragen. Noch einmal wurden die drängendsten Probleme zusammen getragen, was insbesondere das Gerücht um eine Verlängerung des Prüfungszeitraums und die Modalitäten der Nachschreibeklausuren anging. Weitere Ergebnisse wird wohl allerdings erst das heutige Gespräch mit Prof. Kruschwitz ergeben, der Vorsitzender des Prüfungsausschuss ist.

Einen Schritt voran kam der FSR auch in Bezug auf die Fokusgruppe Kommunikation, denn hier konnte sich der FSR auf ene technische Plattform einigen, die neben den StudiVZ-Mitteilungen von Lars künftig der zentrale Kommunikationskanal für aktuelle Mitteilungen werden soll. In Planung ist zudem auch ein regelmäßiges Flugblatt.

Die Fokusgruppe für Qualitätsverbesserung hat sich zum Ziel gesetzt, im Sommersemester in der Fachschaft auf Basis qualitativer Methoden die Probleme aus Sicht der Studenten zu erkunden, um diese als Arbeitsgrundlage für die weitere Arbeit zu nutzen. Diskutiert wurde in Bezug auf die Fokusgruppe Finanzen auch die Frage der künftigen Finanzierung des Fachschaftsrats, der derzeit noch mittellos arbeitet.

Relativ früh. nämlich diesmal schon nach anderthalb Stunden, endete die Sitzung dann. Das mag im Vergleich sehr kurz erscheinen, allerdings griffen auch so manche Diskussionen nur wieder alte Argumente auf. Mit Beginn des Semesters, wenn manche Projekte dann konkreter werden, werden wohl auch wieder längere Sitzungen zu erwarten sein. Wir werden euch weiter auf dem Laufenden halten.

Die Sitzungen des FSR sind im Übrigen öffentlich und können auch von nicht-gewählten Mitgliedern besucht werden. Erklärtes Ziel des FSR war es ja beständig, die Fachschaft als Ganzes zu aktivieren und mehr Mitstreiter zu gewinnen. Mir ist klar, dass man dafür vorher auch wissen müsste, dass die Sitzung stattfindet, weshalb wir hier im LHG-Blog die Termine künftig auch vorankündigen werden.

Noch ein Wort zur TBC am Fachbereich: Neue Plakate, die letzten Donnerstag aufgehängt wurden, erklären ausdrücklich, dass sich die vormals angekündigte Untersuchung NUR auf Teilnehmer der Lehrveranstaltung VWL-III (Grundlagen der Makroökonomie) bezieht. Also alles halb so schlimm wie zwischendrin aufgebauscht.

2. Sitzung des FSR Wirtschaftswissenschaft am 26.2.2008

Thomas EichentopfLehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, FU, LHG 1 Kommentar »

Am gestrigen Abend traf sich der FSR Wirtschaftswissenschaft im “Lentz” zur zweiten Sitzung der laufenden Periode - und trotz der Klausurzeit waren die Plätze um den Tisch bis auf den letzten gefüllt. Die Lokalität war schon vom Geräuschpegel her deutlich angenehmer. Auch ein bisschen, aber nicht allein deshalb zeigte die Sitzung, dass die Arbeitsatmosphäre ungebrochen gut ist.

Inhaltlich ging es um viele Dinge, die zuletzt bereits hier im Blog angesprochen wurden. So wurde auch der Tuberkulose-Fall noch einmal erwähnt und klar gestellt, dass es sich bei der Untersuchung um eine freiwillige Maßnahme handelt, sofern man nicht angeschrieben worden sei. Auch die Umbaumaßnahmen am Fachbereich, die unter anderem Einfluss auf den Zugang zur Bibliothek haben, wurden thematisiert. Lars Kubina (von der Studi-Initiative) und Philipp (von uns) erzählten begeistert von den architektonischen Entwürfen, die ihnen gezeigt worden waren.

Ungeachtet dessen diskutierte der Fachschaftsrat in diesem Zusammenhang auch die Zugangsbeschränkungen in der Philologischen Bibliothek. Die Anwesenden versuchten, zu analysieren, was eigentlich der Grund ist, dass Wirtschaftswissenschaftler lieber in der PhiBi lernen als am eigenen Fachbereich. Daraus entstand nachher eine lange Liste auch an leicht umsetzbaren Vorschlägen, die nun aufbereitet und an die verantwortlichen Stellen weitergeleitet werden soll. Einige Probleme scheinen jedoch sehr komplex und nur schwer änderbar. So muss man einfach sehen, dass die Architektur der Bibliothek eine ruhige Atmosphäre nicht begünstigt und Verbesserungen somit auch Grenzen gesetzt sind. Da eine Klimaanlage auf absehbare Zeit wohl weiter Wunschtraum bleiben wird, trotz im Sommer tropischen Temperaturen am Fachbereich, bleibt auch das Problem der schlechten Luftqualität bestehen.

Eine Portion Selbstkritik gehört jedoch dazu: Letztlich sind es die Studenten, die für den Geräuschpegel sorgen. Wir müssen uns also auch selbst dazu anhalten, die gebotene Ruhe einzuhalten. Der Fachschaftsrat möchte hierzu auch eine Informationskampagne lancieren, um das Bewusstsein der Studenten in dieser Hinsicht zu stärken.

Im Zusammenhang mit den Diskussionen darum, dass es im Sommersemester keine ABWL-III-Vorlesung geben wird, wurde auch die Ausweitung der Nachschreibeklausur besprochen. Man war sich einig, dass das Erreichte nur ein vorläufiger Schritt sein kann. Hilmars Kritik über die Modalitäten dieser Klausuren wird vom Fachschaftsrat geteilt. In Bezug auf ABWL III suchen wir nach Studierende, die so stark davon betroffen sind, dass sich ihr Studienende unvermeidbar verschiebt. Problematisch ist sicherlich auch die Situation in der VWL, wo im zweiten Semester in Folge das Angebot von Wahlpflichtkursen für VWL-Politik sehr eingeschränkt ist. So gibt es zwar viele Seminare, aber daneben nur zwei Vorlesungen und eine Übung, die Wahlpflichtpunkte bringen. Eine Vorlesung ist konsekutiv zu einer Vorlesung im Vorsemester. Die zweite (englischsprachige) Vorlesung darf nur besucht werden, wenn die äquivalente deutschsprachige Veranstaltung nicht bereits besucht wurde. Gerade auf diese wichen viele Studenten aber in diesem Semester schon aus. Wir wollen hier erreichen, dass das Angebot sich kurzfristig noch verbessert oder dass wenigstens Wahlveranstaltungen und Importveranstaltungen großzügiger behandelt und künftig als Wahlpflichtpunkte angerechnet werden, wie das etwa in der BWL am Lehrstuhl Bresser und am Lehrstuhl Mellewigt offenbar möglich ist.

Der Fachschaftsrat positionierte sich auch deutlich gegen die scheinbar geplante Ausweitung des Prüfungszeitraums von 3 auf mindestens 5 Wochen nach Semesterende. Das wurde als unvereinbar gesehen mit dem Anspruch, studienbegleitende Praktika zu absolvieren. Probleme sehen wir auch in Verbindung mit den ERASMUS-Zeiten. Wird es in Berlin auf absehbare Zeit auch weiter bei den klassischen Semesterzeiten bleiben, überschneiden sich die letzten Prüfungen dann leicht mit den ersten Veranstaltungen im Ausland. Da sich hieraus eine inakzeptable Planungsunsicherheit ergibt, stellt sich der FSR auch dagegen, nach Ankündigung des Prüfungsamts noch länger auf die einzelnen Klausurtermine warten zu müssen: Nämlich sechs bis acht Wochen.

Schließlich wurden auch die Fortschritte in den Fokusgruppen angesprochen. So wird es zu Beginn des Sommersemesters nun definitiv erstmals eine Wiwiss-Party geben. Auch entwickelt die Fokusgruppe Kommunikation nun ein Konzept, wie Lars’ Informationen über StudiVZ so auf eine andere Plattform übertragen werden können, dass man ähnlich viele Studierende erreicht. Für das Sommersemester wird auch eine Qualitätsuntersuchung angestoßen, die in qualitativer Form durchgeführt werden soll. Und es wird auch zu einer Neuauflage von “Meet your Prof” kommen. Zugesagt hat Prof. Bresser. Ort und Zeit folgen in einer separaten Ankündigung.

Nach reichlich zwei Stunden war dann Schluss. Was uns gefallen hat, war der produktive Charakter der Sitzung. Die Lippenbekenntnisse der ersten Sitzung wurden so durch alle Anwesenden auch in die Tat umgesetzt und es entsteht das Gefühl, dass wir wirklich im Interesse derselben Studierenden am gleichen Strang ziehen. Was das weitere Vorgehen betrifft, so ist uns klar, dass der Fachschaftsrat allein eben nur ein Forum ist, in dem die Projekte zusammen getragen und koordiniert werden, und selbst nur über wenig Macht verfügt, Dinge zu verändern. Viele oben genannte Punkte sollen daher über die Vertreter in den Institutsräten (Kathi von der FSI in VWL, Philipp von uns in BWL) vorangebracht werden. Es bleibt viel zu tun, aber wir bleiben dran.

1. StuPa-Sitzung am 15.2.2008 - Nachlese

Thomas EichentopfStuPa, AStA, FSIs, Akademische Gremien, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, LHG 1 Kommentar »

Schon am Freitag, dem 15.2.2008, trafen sich die (meisten) gewählten Mitglieder des StuPa zur konstituierenden Sitzung. Auf der Tagesordnung standen im Wesentlichen die Wahl der neuen Sitzungsleitung und der Mitglieder des Haushaltsausschusses sowie die buchhalterische Entlastung des noch amtierenden AStAs in Bezug auf den Haushaltsplan. Die inhaltliche Entlastung sowie die Neuwahl des AStAs wurde auf die nächste Sitzung verschoben.

Die Sitzung begann zunächst jedoch mit einer Panne. Das Problem lag wohl bei denjenigen, die seitens der Verwaltung für die Raumvergabe zuständig sind, denn der Sitzungssaal des StuPas war gleichzeitig durch eine Lehrveranstaltung blockiert. Immerhin fanden wir eine vorübergehende Bleibe in einem anderen Hörsaal, die jedoch auch nach einiger Zeit wieder aufgegeben werden musste. Der neuerliche Raumwechsel inklusive viertelstündiger Wartezeit ist sicherlich sehr unglücklich gewesen.

Die anstehenden Wahlen wurden schließlich zur üblichen Machtdemonstration der AStA-Koalition. Wie im Vorjahr wird es weder im Haushaltsausschuss noch in der Sitzungsleitung einen Vertreter der Opposition geben. (Ein Mitglied des letzten Haushaltsausschusses erklärte auf Nachfrage, im letzten Jahr hätte dieser nicht getagt, kein Mitglied hätte das wohl für nötig befunden. Soviel dann zum Gebot präventiver Kontrolle.) Beachtenswert ist jedoch, dass die Listen bzw. Kandidaten der vier nicht AStA-tragenden Gruppen (LHG, DeFo, Jusos, Linke.SDS) in beiden Abstimmungen bis zu fünf Stimmen mehr erhielten, als sie selbst zur Verfügung hatten. Da die Wahl geheim war, kennen wir die entsprechenden StuPa-Mitglieder nicht, freuen uns jedoch sehr darüber, zumindest bei einigen StuPa-Mitgliedern Verständnis für unsere Positionen wecken zu können.

Die allgemeine Tendenz bleibt jedoch ungebrochen: Gute und sinnvolle demokratische Gepflogenheiten werden vom AStA missachtet. In Zeiten, in denen wir schon in der Grundeinstellung deutlich mehr als heute auf Aggression gepolt waren, hatten wir zumindest einen Vertreter in der Sitzungsleitung. Heute, da wir uns bei aller Härte um mehr Sachlichkeit bemühen, wird uns nicht einmal mehr das gewährt. Das ist eigentlich nicht die Lehre, die wir daraus ziehen wollen.

Die buchhalterische Entlastung des AStAs war mehr oder weniger eine Formsache, Deckungsvermerk sei Dank. Die auch insgesamt spärlichen Nachfragen wurden nur zum Teil zufriedenstellend beantwortet, was auch an allgemeinem Unverständnis des vorgelegten Rechenwerks zu liegen schien. Interessant ist der Aspekt, dass der AStA in 2008 über ein ungewöhnlich hohes Budget von etwa 800.000 € verfügen kann, weil zusätzlich zu den Einnahmen aus den Beiträgen auch Rücklagen aufgelöst werden.

Schließlich wurde noch ein Antrag der FSI Archäologie auf Reisekostenunterstützung gewährt. (Es geht um ein Vernetzungstreffen von archäologischen Studentenvertretungen.) Die Jusos lobten zu recht, dass im Gegensatz zu früheren Anträgen die entsprechenden Informationen diesmal rechtzeitig verfügbar und der Antrag vor allem auch vor der Reise gestellt worden sei.

Nach zweieinhalb Stunden, die es dann doch gedauert hatte, war das Spielchen zu Ende. Die Sitzungsleitung versprach übrigens, die Protokolle der StuPa-Sitzung in diesem Jahr auch online zur Verfügung zu stellen. Wir werden den Link hier zur Verfügung stellen, sobald er eingerichtet ist.

Wahlergebnisse für StuPa und FSR: LHG wird zweitstärkste Liste im StuPA

Thomas EichentopfAStA, FSIs, StuPa, Akademische Gremien, FU, Hochschulpolitik, LHG 12 Kommentare »

Die vorläufigen Wahlergebnisse für StuPa und die Fachschaftsräte sind jetzt bereits online. Vorbehaltlich möglicher Einsprüche erhielten wir mit 289 Stimmen insgesamt vier Sitze (gegenüber 161 Stimmen und drei Sitzen in 2007, das sind also immerhin 79% Stimmen mehr). Leider fehlten noch fünf Stimmen zum fünften Sitz. Eure Vertreter im Studentenparlament sind im Jahr 2008 Ronny Patz, Michael Koch, Anne Schichler und Hilmar von Oertzen. Damit wurde die LHG klar zur zweitstärksten Liste im StuPa. Stärkste Liste wurden die Jusos mit fünf Sitzen, gefolgt von uns und anschließend, ebenfalls noch mit vier Sitzen, dem SDS und der zur AStA-Koalition zuzurechnenden Gruppe “Aktiv gegen Studiengebühren”.

In den Fachschaftsräten fallen unsere Ergebnisse differenziert aus. Ein großer Erfolg gelang uns bei den Geschichtswissenschaftlern. Dort holte die FSI Geschichte zwar wie erwartet die Mehrheit, jedoch konnten auch wir erstmals einen Sitz erobern. Unser Vertreter im Fachschaftsrat ist Björn Stephan. Wir werden uns dafür einsetzen, dass dieser Fachschaftsrat auch einberufen wird. Gleiches gilt für die Fachschaftsräte PolSoz und bei den Wirtschaftswissenschaftlern. Am OSI und den anderen Instituten des Fachbereichs konnten wir immerhin 193 Stimmen erobern und somit zwei Sitze im Fachschaftsrat für Alexander Spielau und Ronny Patz. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern konnten wir dagegen unser Ergebnis nur verteidigen und holten erneut lediglich einen Sitz für Philipp Karstädt. Die FSI Wiwiss dagegen, die vor zwei Jahren noch das Monopol am Fachbereich inne hatte, setzte ihren Abwärtstrend fort und erreichte nur noch ebenfalls einen Sitz. Die Studi-Initiative konnte ihre Position dagegen stark auf fünf von sieben Sitzen ausbauen.

Die Wahlbeteiligung lag übrigens bei 11,75% und somit leicht höher als im Jahr 2007. An einigen Fachbereichen erreichte sie für die Fachschaftsratswahlen sogar mehr als 15 Prozent. Das ist umso mehr beachtlich, da 2007 nicht parallel die Wahlen zu den akademischen Gremien stattfanden. Allerdings sollte auch das Gegenteil erwähnt werden: Der Isolationsprozess der Charité setzt sich fort, da lediglich 0,82% der dort wahlberechtigten überhaupt an den Wahlen teilnahmen.

Was geschieht nun?

Im StuPa sind wir weiter in der Minderheit. Das war natürlich zu erwarten. Trotzdem eroberten wir als einzelne Liste eine starke Position. Unserem StuPa-Flyer wurde gelegentlich vorgeworfen, es fehle an konkreten Argumenten. Ein Blick auf die Rückseite möge geholfen haben, die Argumente zu finden. Dort liest man auch Einiges von dem, wofür sich die LHG einsetzt. Wir werden mit unserer Stärke nun alles tun, diese Anliegen in das StuPa tragen. Außerdem sondieren wir, was wir in der Lage sind, gegebenenfalls auch ohne (anfängliche) Unterstützung anderer zu schaffen. Worauf sich unsere Wähler aber verlassen können, ist (angesichts der Merheitslage) eine Fortsetzung der harten Opposition. Natürlich sind wir bereit, in der Sache zusammenzuarbeiten. Wir lassen im Grundsatz aber nicht locker, ehe unsere Kritik Früchte trägt und wir es erleben, dass Transparenz und Kommunikativität des AStA ein zufriedenstellendes Niveau erreichen und dass die Auseinandersetzung auf ein Niveau gehoben wird, das weniger radikal und revolutionär gesinnt, sondern auf Konsens und Kompromiss orientiert ist. Wir glauben, dass der AStA selbst nur von uns profitiert: Regieren ohne Opposition ist zwar meist bequemer, aber selten besser.

Gerade bei den Wirtschaftswissenschaftlern steht für das nächste Jahr die Fortsetzung einer äußerst produktiven Zusammenarbeit entgegen, wie sie sich in 2007 bereits bewähren konnte. Dafür hat auch ein Sitz schon genügt. An dieser Situation werden wir anknüpfen. Wir wollen es allerdings schaffen, dass die Früchte dieser Zusammenarbeit auch uns zugeschrieben werden. Dann hoffe ich, dass sich das als Signal auf viele andere Fachbereiche überträgt und sich zeigt, dass pluralistisch besetzte Fachschaftsräte eine deutliche Existenzberechtigung haben. Vorbehaltlich ihrer Einberufung werden wir auch versuchen. diese Arbeitsatmosphäre auf die Fachschaftsräte PolSoz und bei den Geschichtswissenschaftlern zu übertragen.

Noch ein paar Worte zum Wahlkampf

Wer dieser Tage durch Dahlem zog, erlebte einen Aufwand, der wohl um Längen übertraf, was am gleichen Ort für eine Bundestagswahl aufgefahren würde. Kaum ein Baum und Pfahl, der unberührt blieb, und in der Mensa dienten die Flyer fast schon als Tischdecke. Manche Flyer sahen sich zum Verwechseln ähnlich und beim Lesen hatte ich häufig den Eindruck, der gleichen gedanklichen Schule zu folgen. Eine erkleckliche Sammlung habe ich mir dieser Tage zugelegt. Was mir auffiel, war der verbreitete Glaube an eine gesellschaftliche Revolution, die vom StuPA der FU ausgehen könnte und sollte.

Es gab auch positive Erlebnisse im Wahlkampf: Bezüglich mancher Attacke führten wir recht gute Gespräche mit unseren politischen “Gegnern” und erfuhren Verständnis für unser Befinden. Mit manchen aßen wir gemeinsam und ich denke: Manches Vorurteil fiel in dieser Zeit, auch auf unserer Seite. Viel Zuspruch erhielten wir auch im persönlichen Dialog mit den Wählern.

15. bis 17. Januar: Wahlen an der FU

RonnyFU, LHG, Allgemeines 0 Kommentare »

Vom 15. bis 17. Januar 2008 sind Wahlen zum Studierendenparlament und den Fachschaftsräten an der FU Berlin.

Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) tritt auch dieses Jahr zu den Wahlen an, nicht nur zum Studierendenparlament (StuPa) sondern auch zu drei Fachschaftsräten (FSRs). Damit sind wir die einzige Nicht-AStA-Gruppe und Nicht-FSI, die sowohl uniweit antritt, als auch Verantwortung an an verschiedenen Fachbereichen übernimmt und weiter übernehmen möchte.

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UNSERE LISTEN

Studierendenparlament: Liste 9: LHG - Liberale Hochschulgruppe

FSR Wirtschaftswissenschaften: Liste 1: LHG - Liberale Hochschulgruppe
FSR Politik- und Sozialwissen.: Liste 1: LHG - Liberale Hochschulgruppe
FSR Geschichts- und Kulturwiss.: Liste 1: LHG - Liberale Hochschulgruppe

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Wir freuen uns ehrlich über jede einzelne Stimme von euch, denn jede Stimme ist ein Zeichen, dass ihr richtig findet, dass es an der FU Berlin auch Alternativen gibt!

Aber wir freuen uns auch über alle, die überhaupt wählen gehen, schließlich ist eine Wahlbeteiligung von um die 10% der vergangenen Jahre nicht hilfreich, um studentischen Positionen mehr Gewicht gegenüber der Öffentlichkeit, den Lehrenden und der Verwaltung zu geben!

Ansonsten sieht es aus wie immer: Es treten 41 Listen an, von denen bis zu 35 Listen AStA-stützend sein werden, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben. Auf vielen dieser Listen sind die Namen von aktuellen oder früheren AStA-Referenten zu finden, so dass diese Zahl (35) auch nicht übertrieben ist. Und zusammen ergeben sie eine Koalition, die selbst den Jusos und dem SDS/Die Linke nicht demokratisch und transparent genug ist!

Es gibt dabei dieses Jahr noch weniger Oppositionslisten als in der Vergangenheit - erstmals treten weder die Grüne Hochschulgruppe an noch gibt es eine konservative Liste (der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und die konservativen Tarnlisten der vergangenen Jahre sind nicht mehr aktiv).

Und ACHTUNG: Die antretende “GRÜNE LISTE” ist nicht die Grüne Hochschulgruppe sondern eine bekannte Stimmenfangliste der AStA-Koalition, auf der sich auch aktuelle AStA-Referenten finden! Viele andere Themen-Listen sind das auch!

Daher:

Geht bitte wählen, unabhängig davon, wer euer Vertrauen oder eure Zustimmung hat! Wählt aber nicht schöne Listen-Namen, die euch Inhalte vorspielen, aber euch nicht mehr bringen als den gleichen alten AStA!

Die PARTEI, die PARTEI…

RonnyAStA, Satire, Hochschulpolitik, FU, LHG, Allgemeines 5 Kommentare »

Jungs und Mädels, ihr seid so putzig :-D :

Für alle, denen www.500000eurowahl.de noch nicht genug war, dem sei www.500000eurowahl.de.vu empfohlen!

Wer das Original erkennt, darf’s natürlich behalten…!

PS.: Stellvertretend vielen Dank an an Kristina Kielblock, vergangenes Jahr StuPa-Sitzungsleitungsmitglied und auch dieses Jahr wieder “Spitzendkandidatin” von Die PARTEI - schließlich sind wir so die einzige Hochschulgruppe an der FU - vielleicht ja sogar bundesweit - mit eigener Satire?! ;-)

“Na weil ihr die LHG seid”

RonnyFSIs, Hochschulpolitik, FU, LHG, Allgemeines 4 Kommentare »

(Text von Björn)

Einmal mehr macht die so genannte „Koser Nostra“, auch bekannt als FSI Geschichte, ihrem sizilianischen Namenspaten alle Ehre. Von den autokratischen Strukturen der ach so basisdemokratischen Fachschaftsinitiative wussten wir schon, dass sie sich so offensichtlich mafiöser Mittel bedient, ist allerdings neu.

Doch warum? Wieso? Was ist geschehen? Dazu ein kurzer Rückblick:

Eines schönen Morgens machten sich zwei engagierte LHGler auf und zogen in den Wahlkampf. Fleißig klebten sie Plakate, befestigten Banner und verteilten Flyer am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Nur wenig später, die Sonne stand schon über den Wipfeln der Bäume in der Archivstraße, bestaunten sie mit stolzem Schimmer in den erschöpften Gesichtern ihr Werk und verließen die Koserstraße 20.

Zwei Stunden darauf kehrte einer von ihnen zurück. Und, oh Wunder, Erstaunen machte sich breit. Wider Erwarten hingen tatsächlich noch alle angebrachten Banner in weiß-strahlender, liberaler Jungfräulichkeit im Eingangsfoyer des Geschichtsinstituts und auch der sich anschließende Gang war noch komplett bestückt. Nur eine Etage höher aber, in den heiligen Hallen der FSI Geschichte um das Histo-Café wurde die böse Ahnung bestätigt: Alles weg, alles abgerissen.

Na ja, wenigstens die Hälfte ist noch da, dachte der LHGler. Doch - oh weh, oh weh - was musste er erblicken als er frohen Mutes die Treppe hinunter schritt. Ein Mitglied der FSI, seines Zeichens nicht nur betraut mit der studentischen Studienberatung, sondern auch Vertreter/in der Interessen der Studentenschaft im B.A./M.A. und Magister Prüfungsausschuss des Fachbereiches GeschKult, betrat die Arena. Irritierten Blickes nahm es Notiz von der LHG-Wahlwerbung, trat näher, runzelte die Stirn und versah seine schreckliche Tat: eiskalt und ohne mit der Wimper zu zucken, riss es die Banner ab. Entrüstet musste der tapfere LHGler die Schändung seines Werkes mit ansehen und stellte die Person zur Rede: „Warum reißt du unsere Banner ab?“ „Na, weil ihr die LHG seid“, erwiderte es ohne zu zögern, „und außerdem habt ihr unsere Plakate auch abgerissen!“ Ruhig und besonnen antwortete er: „Nein, das haben wir mit Sicherheit nicht getan.“ „Woher willst du das wissen, kannst du für alle sprechen?“, wurde ihm - etwas ruppig - erwidert.

Nun noch einmal für dich, liebes FSI-Mitglied, und all deine MitstreiterInnen: Wir distanzieren uns ganz eindeutig von solch diffamierenden Unterstellungen und betonen, dass kein Mitglied der Liberalen Hochschulgruppe auch nur ein Plakat, einen Flyer oder sonstiges Werbematerial anderer Hochschulgruppen unerlaubt beseitigt hat oder beseitigen wird. Denn liberal bedeutet auch und vor allem Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt. Und genau dieser Pluralismus ist es, den wir uns nicht nur von der FSI Geschichte, sondern auch all unseren anderen politischen Konkurrenten wünschen würden.

(Auf nachdrücklichen Wunsch der FSI Geschichte wurden in diesem Beitrag nachträglich der Name der Person und solche Äußerungen, die als beleidigend empfunden wurden, entfernt. Es liegt nicht in unserer Absicht, Menschen etwas Böses anzutun, weshalb wir der freundlichen Bitte entsprochen haben. RP)

MMVII: Letzte Worte

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Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2007 ist vorüber - wieder ein Jahr, in dem sich die Erde weiter um sich und um die Sonne gedreht hat. Die Fernsehsender haben ihre Jahresrückblicke gezeigt, auf dem Elfenbeinleuchtturm der Freien Universität Berlin strahlt selbstgenügsam die Krone der Exzellenz und am Horizont nähert sich das Jahr 2008 mit vielen lustigen Überraschungen, die uns wieder die Tränen in die Augen treiben werden.

Viel Politik brachte das Jahr 2007, und auch hier im Blog wurdet ihr davon nicht verschont. Dabei klingt das Politische manchmal zu ernst und trocken, manchmal aufgesetzt und affektiert, hin und wieder auch beleidigt, selbst beleidigend, und ich will zugeben, auch davon seid ihr hier nicht verschont worden. Das war 2007 so und wird auch 2008 so sein.

Die Freie Universität Berlin ist ein gesellschaftlicher Ort, an dem andauernd Entscheidungen getroffen werden, kleine und große, richtige und falsche, zentrale und dezentrale, demokratische und undemokratische. Dieses Blog, das 2007 seinen dritten Geburtstag gefeiert hat, ist eine Möglichkeit, uns auszudrücken, unsere Überzeugungen, unsere Freuden, unseren Ärger zu all diesen Entscheidungen mitzuteilen, mit richtigen und falschen Worten. Ihr lest, was wir schreiben, ihr kommentiert die Texte (in diesem Jahr so intensiv wie nie zuvor), ihr ignoriert uns, ihr karikiert uns, ihr verlinkt uns. Ihr findet richtig, was wir denken und schreiben, oder ihr lehnt es kategorisch ab. All das ist Teil einer öffentlichen Debatte. Mehr wollen wir nicht: Unseren kleinen Teil zu einer öffentlichen Diskussion beitragen - wobei die Betonung auf “öffentlich” liegt. Das war 2007 so und wird auch 2008 so sein.

Liebe Leserinnen und Leser, Kommilitoninnen und Kommilitonen, Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freien Universität Berlin,

ich wünsche euch ein tolles Jahr 2008, mit viel Freiheit, Kreativität, neuem Wissen und mit Freude am Lernen und Lehren, Forschen und Gestalten. Dieses Blog wird die kleine Welt der FU weiter auf seine Weise begleiten - begleitet sie auf eure Weise! 2008 wie in 2007.

Herzliche Grüße - und bis nächstes Jahr!

Friedliche Adventszeit? Eine Runde Hochschulpolitik.

Thomas EichentopfBundespolitik, Exzellenzinitiative, Super-Uni, Lehre, Akademische Gremien, Presse, LHG, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

Friedliche Adventszeit - könnte man meinen. Schon Herr Fischers kleiner Streifzug durch die Blogs der FU offenbart, dass die Weihnachtlichkeit dieses Jahr irgendwie auf der Strecke bleibt. Tatsächlich ist so kurz vor Weihnachten noch ganz schön viel los an der Uni.

1) Die FSI Geschichte eröffnet noch grad den Wahlkampf und ärgert sich immer noch über die Exzellenzinitiative. Oder nicht doch eigentlich über einen zugegebenermaßen immer mal wieder problematischen präsidialen Führungsstil?

2) Der AStA setzt sich dagegen für ein buntes Denkmal ein, spricht von einem Happening und glaubt, dass 25 Studierende genügen, die studentische Meinung widerzuspiegeln.

3) Bei den Wiwis freut man sich schon auf das neue Jahr und die zahlreichen Exkursionen zu den Pharmazeuten, die uns erwarten, nachdem nun während des Semesters ein weiterer großer Hörsaal flöten geht.

4) Am OSI macht man sich Gedanken über Weihnachtspost. Frau Lehmkuhl sollte sich den interessanten Brief tatsächlich durchlesen. Bestimmt ist er auch in der Bibliothek hinterlegt, nur kommt man da derzeit schwer rein. Der Dieter-Lenzen-Fanclub hat damit wie üblich nichts zu tun.

5) Und das ultimative Weihnachtsgeschenk vom und fürs Präsidium: Einige Millionen weniger Geld für die Lehre.

Aber nicht nur an der FU kocht noch so mancher Glühweintopf. So solidarisiert sich unser AStA derzeit mit den Kollegen der Uni Bremen. Dort richtet man sich offenbar darauf ein, Weihnachten im Verwaltungsgebäude zu feiern.

Vielleicht wäre so eine Solidaraktion ja auch was für den AStA in Bochum. Der allerdings bekam vom Weihnachtsmann schon vorfristig eine Rute und musste erstmal zurücktreten, nachdem man zuvor bewiesen hatte, dass auch Juli und 2raumwohnung keine Garantie dafür sind, dass eine Veranstaltung ein Erfolg wird. Da bin ich wirklich ehrlich dankbar, dass ich zwar nicht weiß, WAS unser AStA mit unserem Geld macht, dass er sich aber darauf beschränkt, nur den Betrag irgendwo versickern zu lassen, den er bekommt - und nicht noch mehr.

Jetzt aber wartet meiner die immerhin schon 21. Tür meines Adventskalenders. Friedliche Weihnachten miteinander.