Berliner Hochschulsport soll nicht mehr förderungswürdig sein

Germar MolterTU, Presse, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport will den Berliner Hochschulen den Status als “förderungswürdige Sportorganisationen” aberkennen, meldet der Tagesspiegel. Folge: Die Hochschulen müssten für die Nutzung der kommunalen Sportstätten zukünftig Gebühren zahlen. Und das dürfte am Ende wohl zu höheren Preisen für die Studierenden oder einem eingeschränkten Programm führen.

www.tagesspiegel.de/berlin/Hochschulsport;art270,2600211

TU-Druckerei verschwindet auch auf SPIEGEL Online

RonnyTU, Presse, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 3 Kommentare »

Die lange Geschichte der Druckerei des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Technischen Universität Berlin hat jetzt seinen Weg bis auf die Seiten von SPIEGEL online geschafft. Wunderbar unaufgeregt und spekulationsfrei wird hier gezeigt, wohin sich das “Objekt der Begierde” verzogen hat: nach Russland - nur 16 Jahre nach Auflösung des Kommunismus dort …

Spaß bei Seite: Der Verkauf der Druckmaschine war richtig.

Studierendenschaften benötigen keine eigenen Druckereien, zumal, wenn sie wie an der FU nur durch ihre Fixkosten (also ohne, dass eine Seite gedruckt wurde) ca. 20% des Budgets von über einer halben Millionen Euro verschlingen. Und insbesondere, wenn wie an TU und FU nirgendwo kontrollierbar dokumentiert wird, was dort eigentlich genau gedruckt wird.

Die radikale Linke schreit natürlich erwartungsgemäß auf - ein Aufschrei der traditionellen, quasireligiösen Bigotterie, genährt von dem Wissen, dass sich bestimmte Aktionen nur durchführen lassen, wenn man auf unkontrollierte Ressourcen zurückgreifen kann. Die Basisdemokraten müssen ganz unbasisch hinter verschlossenen Türen agieren, um groß angelegte Kampagnen zu organisieren, die nur dadurch wiederum als basisdemokratisch verkauft werden können, dass sie so groß geplant sind - als spontane Ausbrüche der Aufregung, für die rechtzeitig schon die Flyer und Plakate fertig sind, bevor außerhalb der elitären Zirkel jemand etwas von seiner eigenen Aufregung weiß.

Die sich selbst reproduzierende Scheinheiligkeit weiß auch, dass die die ASten stützenden radikalen Gruppen nur das Maß an Aufmerksamkeit erwerben können, um jedes Jahr aufs Neue wiedergewählt werden, wenn sie mit Hilfe der Mittel der Studierendenschaften ihre Themen und Gruppennamen immer wieder so massiv auf die Agenda setzen können, dass keine anderen politischen Meinungen und Gruppen durchdringen können, die nicht auf eben solche Ressourcen zurückgreifen können. Und die radikale Linke weiß auch, dass sie sich nur aus einem bestimmten Stamm von Aktivisten oder Prä-Aktivisten speist, den man nicht nur an Universitäten sondern auch außerhalb finden muss, weshalb die ideelle und mitunter - wie nicht nur der Rechnungshof in der Vergangenheit gezeigt hat - wohl auch materielle Unterstützung von Aktivitäten außerhalb der Universität und von Projekten, die keinen nicht herbeikonstruierten Zusammenhang zu studentischen Interessen haben, auch als Mittel der eigenen, kontinuierlichen Lebensrettung de Linksradikalen dienen.

Die ASten lehnen zurecht Studiengebühren ab, nehmen aber selbst Gelder für Aktivitäten, die den Studierenden nicht nachvollziehbar zu Gute kommen. Man mag entgegenhalten, dass es sich ja um Peanuts handelt - aber wenn man das auf die Zahl der Studierenden und die jahrzehntelange Amtszeit der ASten hochrechnet, erreicht man schwindelerregende Höhen.

Scheinheiligkeit. Doppelmoral. Politische Schizophrenie.

Die radikale Linke stört das nicht - solange sie profitiert. Kommen Andersdenkende in ihren Weg, und nehmen wie an der TU die alten unkontrollierte Mittel, liegen psychische und physische Gewalt als neue (alte) Mittel des politischen Kampfes meist nur einen Katzensprung entfernt…

Gewalt und Gewaltandrohung begründet mit “studentischen Interessen”. Beschwerden über Intransparenz von Menschen, die selbst größte Experten in intransparentem Handeln sind. Dass ich nicht lache.

Der Verkauf der AStA-Druckerei an der TU war richtig - und wäre es auch an der FU Berlin!