Semesterticketbüro - Quo vadis?

Sven HilgersAStA, Semesterticket, Allgemeines 7 Kommentare »

Das Semesterticketbüro der Freien Universität ist eine Art „Uni-Räson“ der FU, die wenigsten hinterfragen, wie das Büro arbeitet und Beitragserhöhungen werden vom StuPa ab genickt. Bereits im Februar dieses Jahres hat das StuPa – mit den Gegenstimmen der LHG – die Studierendenbeiträge für alle FU Studierenden erhöht um Finanzierungslücken, welche durch die Finanzkrise im Semesterticketbüro entstanden sind, zu schließen. Das zusätzlich eingenommene Geld, immerhin ein fünfstelliger Euro Betrag, fließt dabei in einen Sonderhaushalt für das Semesterticketbüro. Eine solche Erhöhung ist im besonderen interessant, da sich nicht nachprüfen lässt, wie viel Geld das Semesterticketbüro ohne diese zusätzliche Geldsumme zur Verfügung hat - der intransparente AstA Haushalt lässt grüßen. Das zumindest finanziell gut ausgestattete Büro soll, dem Berliner Hochschulgesetz nach, die Verhandlungen für günstigere Semestertickets führen - doch wie es scheint nur mit mäßigem Erfolg.
Die Studierenden der Freien Universität zahlen für ein Ticket für die Tarifbereiche Berlin ABC zurzeit 163,50€, können sich nicht vom Ticket befreien lassen und müssen mit zusätzlichen Beiträgen das Semesterticketbüro finanzieren. Zum Vergleich haben es die Studierenden der Viadrina in Frankfurt Oder deutlich besser: dort zahlt man für das Semesterticket (Gültigkeitsbereich: gesamtes VBB Gebiet!) lediglich 88,50€ und hat die Möglichkeit, sich vom Semesterticketkaufzwang befreien zu lassen.
Fakten, die alleine schon die Beitragserhöhung fragwürdig erscheinen lassen. Eine solche Beitragserhöhung erscheint jedoch undenkbar, wenn man bedenkt, dass dieses Geld einen AstA Haushalt entlastet, der sich jeglicher angemessener Kontrolle durch das Parlament entzieht. Aber für den AstA der FU Berlin scheint, so lange die AstA Koalition die Mehrheit im StuPa hat, alles möglich zu sein, nur keine vernünftige Studierendenvertretung.

29. Studierendenparlament wählt AStA

Kristina KaempferAStA, StuPa 4 Kommentare »

Wie bereits angekündigt, fand heute die Neuwahl des allgemeinen Studierendenausschusses statt.
Die Referate des 28. Studierendenparlamentes wurden vorher alle entlastet, die neu gewählten Referate bestehen nun aus folgenden Personen:

- Hochschulpolitisches Referat:
Arvid Peschel (FSI Geschichte), Anne Schindler (FSI WiWiss) und Birgit Baumeister (FSI Geschichte)
- Sozialreferat:
Kai Krüger (FSI Geschichte), Yvonne Henning (FSI Germanistik) und Lea Ebner (Offene Liste Physik)
- Öffentlichkeitsreferat:
Benjamin Derim, Falko Grothe (Grüne Alternative) und Anahita Bidjanbeg
- Finanzreferat:
Alina Lober, Sean Schneider und Sebastian Schneider (Linke Hochschulpolitische Linke)
- Kulturreferat:
Katja Müller (FSI Geschichte), Peter Flüh (Ini Lehramt) und Sebastian Tillmann (FSI Geschichte)
- Fachschaftsreferat:
Anja Naujoks (FSI Lehramt), Andre Micklich (FSI Wiwss) und Johanna Dietz (Ini Psychologie)
- Kommunikationsreferat:
Norman Jerke (autonom), Friedemann Gürtler (antifaschistische Liste) und Christine Lüth (Kritische Juristinnen)
- Internationalismus- und Antirepressionsreferat:
Tim Graumann, Athanasia Teel und Andy Möbius
- Referat für Studienangelegenheiten:
Maximilian Michels (FSI Mathe/Info), Kersten Augustin (FSI PoWi) und Deborah Naumann (aktuelle Referentin)
Neue(r) AStA-Vorsitzende(r) wurde Sebastian Diercks (Elisabeth).

Versehentliche Schreibfehler bei den Namen seien entschuldigt, um Korrektur wird gebeten.

107. Sitzung der KfL - alter Streit um fehlende Informationen

Alex SpielauLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU 5 Kommentare »

Am Dienstag den 13. April traf sich die Kommission für Lehre (KfL) zu ihrer 107. Sitzung. Die Sitzung wurde von Vizepräsidentin Prof. Keitel-Kreidt geleitet. Bestimmende Themen waren Einrichtung des Masterstudiengang Bildungswissenschaft, die Verlängerung der Einrichtungsdauer von Bachelorstudiengängen, und eine Diskussion über die Informationspolitik des Präsidiums.
Die KfL einigte sich zuerst auf die Vertagung der AS Vorlage Qualitätspolitik und Qualitätsziele auf die nächste KfL Sitzung. Tenor war, dass sich das neue Präsidium mit dem Qualitätspapier zuerst beschäftigen solle. Ebenso wurde der TOP Projekttutorien aufgrund fehlender studentischer Initiativen vertagt.
Nachfolgend beschäftigte sich die KfL mit der Einrichtung des Masterstudiengangs „Bildungswissenschaft“ und der Aufhebung der Masterstudiengänge „Erziehungswissenschaft: Bildung, Kultur und Wissensformen“ und „Erziehungswissenschaft: Forschung und Entwicklung in sozialen und pädagogischen Organisationen“. Als Experte wurde Prof. Dr. Harm Kuper zum Vortrag eingeladen.
Dieser führte aus, dass die formalen Strukturen des neuen Studienganges mit denen der alten fast identisch seien. Ebenso bleibe das Modulgerüst erhalten. Im Prinzip, so Kuper, würden die bisherigen zwei Schwerpunktprofile zu einem Studiengang verschmolzen, was wechselseitige Schwerpunktkurse wählbar mache und mehr Flexibilität und Wahlfreiheit bringe. Studierende könnten sich weiterhin in den Profilen der alten Studiengänge vertiefen.
Von studentischer Seite kritisch hinterfragt, wurde das Vorhandensein von Äquivalenzlisten für Kurse, welche von Studierenden der allen MA Studiengänge belegt wurden und die nun in den neuen Studiengang wechseln wollen. Auch bleiben die Gender-Aspekte als inhärenter Teil bildungswissenschaftlicher Studiengänge erhalten. Von den studentischen Vertretern Sarah Walz und Matthias Bartelt wurde die fehlende Kompetenz der KfL, die inhaltlichen Änderungen zu evaluieren, und die kurzfristige Weiterreichung in die KfL kritisiert. Prof. Bongardt entgegnete jedoch, dass die KfL nicht zuständig für inhaltliche Kritik sei. Letztlich zeigte sich auch eine studentische Vertreterin des Fachbereiches Erziehungswissenschaften und Psychologie mit MA Programm Vorschlag zufrieden. So wurde der Vorschlag trotz der Gegenstimmen von Walz und Bartelt angenommen.
Nachfolgend beschäftigte sich die KfL mit der Verlängerung der Einrichtungsdauer von Bachelorstudiengängen. Diese Vorlage wurde angenommen. Wiederum kritisierten Sarah Walz und Matthias Bartelt das Nichtvorhandensein von Informationen zu diesen Studiengängen, welches ihre Entscheidungsfähigkeit einschränken würde.
Die Diskussion um die Verlängerung der Bachelorstudiengänge, wurde jedoch durch eine langwierige Debatte um die Offenlegung von Informationen durch das Präsidum unterbrochen. Mit Vehemenz verlangten Sarah Walz und Matthias Bartelt nach der Herausgabe von Statistiken zu Studienbeginnern, Absolventen und Studienabbrüchen der hinterfragten Studiengänge. Das diese in der verlangten Form nicht vorlägen, wurden von den beiden nicht zur Kenntnis genommen. Nach Aussage von Prof. Keitel-Kreidt würde eine Implementierung via CM angestrebt, sei jedoch technisch noch gar nicht möglich.
Zuletzt wurde aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, die Diskussion der Runder-Tisch-Vorlagen auf die kommende KfL-Sitzung vertagt. Die allgemeine Diskussionskultur ist altbekannten Bahnen gefolgt. Gerade die langwierige Diskussion um die Offenlegung von gar nicht vorhandenen Informationen war zum Teil grotesk.

Nächste StuPa-Sitzung am 22.04., 14 Uhr in der RoSi J 27/14

Kristina KaempferAStA, StuPa 0 Kommentare »

Am folgenden Donnerstag, den 22.04.2010, findet um 14 Uhr in der Rost- und Silberlaube J 27/14 die erste StuPa-Sitzung des neuen Semesters statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Entlastungen der AStA-Vorsitzenden und der AStA-Referent/innen sowie die anschliessende Neuwahl des allgemeinen Studierendenausschusses.

Alle Studierenden sind eingeladen der - wie immer öffentlichen - Sitzung beizuwohnen.

Ohne Worte: Der Rechenschaftsbericht der AStA-Vorsitzenden des 28. Studierendenparlamentes (2009/2010)

Benedikt BenteAllgemeines 10 Kommentare »

“Rechenschaftsbericht

Die Rahmenbedingungen als Vorsitzende im Allgemeinen Studierendenausschuss, besonders an der Freien Universität zu Berlin sind bekanntlich in vielfältiger Hinsicht eine zu meisternde Aufgabe. Trotzdem – und stellenweise: gerade deswegen – war die Legislatur 2009/2010 durch verschiedene Neuaufbrüche und Anfänge geprägt: Zunächst sind die nachhaltigen Impulse der mir vorgehenden Vorsitzenden weiterhin zu spüren gewesen und haben gewisse Maßstäbe für meine Arbeit als Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschuss an der FU gesetzt. Ich nutze hier auch die Gelegenheit davon Gebrauch zu machen meine Vorgänger_innen in ihrer vielfältigen Arbeit zu loben und ihnen zutiefst dankbar zu sein, mir auch in meiner Anfangszeit als Vorsitzende zur Seite gestanden zu haben. Voller Tatendrang und Motivation begab ich mich in mein neues Arbeitsfeld und tat wie mir geheißen: NICHTS 1 !

Einige würden meinen, dass dies wohl eine sehr unausfüllende und eventuell auch einfache Aufgabe sei. Denen muss ich vehement widersprechen, denn es ist viel schwieriger richtig NICHTS zu tun als nur einfach nichts. Als Vorsitzende erhält mensch formal sehr viel Macht 2 , diese muss verarbeitet und minimiert werden durch das NICHTS. Dies geschieht in einer eher abstrakten aber selbstverständlich reflektierten Art und Weise und wird von den weiteren Akteur_innen gestützt und getragen. Somit habe ich nach diesem Verständnis diese Macht aufgeteilt und auf mehr Menschen verteilt, womit ein hirarchiefreieres arbeiten in einer formal festgelegten Struktur wie dem AstA ermöglicht wird.

Somit habe ich alles richtig gemacht nämlich: NICHTS

———————————————-

1 Der Frage, ob sich Nichts denken lässt oder nicht – und wenn ja, wie – ist in der Philosophiegeschichte auf sehr verschiedene Arten nachgegangen worden. Dabei wurde meist unterschieden zwischen einem relativen Nichts, das als Mangel oder Verneinung verstanden werden kann und einem absoluten Nichts, welches, da es sich nicht aus der Verneinung eines Seienden ergibt, bezugslos und differenzlos ist und damit potentiell undenkbar.

2 Die Ausübung von Macht über andere kann, muss aber nicht über Zwang erfolgen. Sie wird häufig mit Machtmissbrauch gleichgesetzt, wodurch der Machtbegriff eine negative Konnotation erhält. Dabei wird übersehen, dass Macht und ihre Ausübung, selbst wenn dabei Zwang oder gar Gewalt angewendet werden, durchaus legitim sein kann. Die (Regelung der) Anwendung physischer Gewalt z. B. ist in der demokratischen Gesellschaft an den Staat delegiert, der in diesem Rahmen u. a. gesellschaftlich notwendige Polizeifunktionen wahrnimmt. Die Anerkennung eines staatlichen Monopols auf legitime Gewaltausübung durch die Bürger im demokratischen System ist wohl die umfangreichste denkbare Übertragung von gesellschaftlicher Macht an eine Instanz überhaupt. Anarchisten dagegen lehnen jede Art der Machtausübung in der Form von staatlicher Herrschaft ab. Dies bedeutet jedoch keine Machtlosigkeit im Sinne von Macht zu, die zur Handlungsunfähigkeit führen kann (siehe auch Ohnmacht). In demokratischen Systemen wird die Macht durch Verfassung und Gesetz eingeschränkt.”

669. Sitzung des Akademischen Senats am 31. März 2010 – Endgültige Wahlvorschläge für das Präsidentenamt

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Im großen öffentlichen Rahmen, im Hörsaal A des Henry-Ford-Baus, bekamen die drei Kandidaten Prof. Alt, Prof. Lemke und Prof. Rojas die Möglichkeit sich vorzustellen. Nach den etwa halbstündigen Vorträgen gab es dann stets noch eine persönliche Nachfragerunde für die Senatsmitglieder, die jedoch ohne die Öffentlichkeit statt fand.
Besonders die Themen Öffnung des Präsidiums und die Exzellenzinitiative, die weitergeführt werden soll, aber auch plötzlich Enden kann, wurden von allen angesprochen. Auch die Gleichstellung und der Ausgleich zwischen Forschung und Lehre wurde von allen mehr oder wenig ausführlich bedacht. Nach dem Rückzug von Prof. Rojas von der Kandidatur hat der Akademische Senat Prof. Alt und Prof. Lemke für die Wahl am 12. Mai vorgeschlagen. Im Anschluss wurde auch gleich Prof. Schäfer-Korting für die Wahl zur ersten Vizepräsidentin vorgeschlagen.

Herr Prof. Alt brachte zudem sehr viele Themen auf den Tisch, über die er als Uniangehöriger natürlich sehr gut informiert ist. Er strebt eine interne Informationsverbesserung an. Sucht nach Wegen zur Karriereförderung in der Postdock-Phase und möchte aus den Thematiken der Cluster Seminare und Vorlesungen für jeden Studenten erwachsen lassen.

Frau Prof. Lemke sucht besonders eine gesellschaftsorientierte Wissenschaft, bei der sie auch stets die Internationalisierung im Blick hat. Sie hat sich auch ausdrücklich für eine Verlängerung des 6-semestrigen Bachelors ausgesprochen. Zudem will sie den an der FU bestehenden Runden Tisch sehr gern beibehalten. Was man der Professorin aus Hannover natürlich nicht vorhalten kann, ist die Unkenntnis über aktuelle FU-Interna.

Herr Prof. Rojas redete etwas länger und stellt dabei mehr seinen Visionen über eine Kooperation/Zusammenlegung von FU und TU vor. Wie das mit einer Auflockerung der Führungsstruktur einhergehen soll hat er nicht benannt. Nach der Aussprache trug er dann ein kleines Schlusswort vor, in dem er bekundete, sich seiner Stellung bewusst zu sein und daher nun von seiner Kandidatur zurück trete.

Jetzt kann man auch eigentlich erst von einem wirklichen Wahlkampf sprechen, da man nun weiß, wer überhaupt im Mai auf dem Wahlzettel stehen wird. In wie weit sich die beiden Kandidaten sich nun aber wirklich an die einzelnen Statusgruppen wenden, wird sich zeigen.

Vorstellung der Präsidentschaftskandidaten

Benedikt BenteAllgemeines 0 Kommentare »

Morgen, Mittwoch den 31. März 2010, stellen sich im Rahmen einer Sitzung des Akademischen Senats die Kandidaten für die Präsidentschaft der Freien Universität vor.
Die Vorstellungsrunde im Hörsaal A des Henry-Ford-Bau beginnt um 15.30 Uhr und ist für die Öffentlichkeit zugänglich, ausgenommen sind die geschlossenen Beratungsphasen des Akademischen Senats.

668. Sitzung des Akademischen Senats am 10. März 2010

Uwe KirmseAllgemeines 2 Kommentare »

Der wichtigste Punkt dieser Senatssitzung war mit Sicherheit die engere Auswahl der Kandidaten für die Wahl zum neuen Universitätspräsidenten der FU. Die Diskussion, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt fand, war dauerte lang, doch es wurden konstruktiv über die 14 Kandidaten geredet. Wie schon heute Morgen in der Presse zu lesen war, sind Prof. Peter-André Alt und Prof. Raúl Rojas, die beide an der FU sind, und Prof. Christiane Lemke, die zur Zeit an der Leibnitz Universität Hannover arbeitet, in die engere Auswahl gekommen. Diese drei Kandidaten dürfen sich in der nächsten Senatssitzung, am 31. März, persönlich vorstellen. Zudem wurde auch schon über die Position der ersten Vizepräsidentin geredet. Auf Vorschlag wurde schon einmal Prof. Schäfer-Korting geladen. Es handelt sich aber dabei um eine vorsorgliche, frühe Einladung, welche für das Wahlprozedere eigentlich noch nicht zwingend war. Für diesen Posten können also noch weitere Vorschläge bis zur Sitzung am 31. März eingebracht werden. Im Mai findet dann die Wahl statt, nach der dann die Posten des Präsidenten und des ersten Vizepräsidenten feststehen.

Neben diesem brisanten Thema gab es noch andere Beschlüsse, die zumeist problemlos beraten wurden. So stehen die Vorlesungszeiten für das WS 2011/2012 (17. 10. 2011 – 18. 02. 2012) und für das SS 2010 (10. 04. 2012 – 14. 07. 2012) fest. Zudem wurde die Einrichtungsdauer für eine ganze Reihe von Masterstudiengängen verlängert.

Ansonsten wurde an der FU ein neues Zentrum für Lehrerfortbildung eingerichtet, welches sich mit der Grundschulausbildung befasst, die FU ist Mitglied in einer uniübergreifenden Koordinationsplattform für Geowissenschaften, die sich über Berlin und Brandenburg erstreckt und im DFG-Förderranking 2009 befindet sich die FU stets auf den ersten 10 Plätzen, bei den Geistes- und Sozialwissenschaften belegt sie sogar den ersten Platz.

106. Sitzung der KfL - “…und täglich grüßt das (Qualitätsmanagement-)Murmeltier.”

Alex SpielauLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, Allgemeines 3 Kommentare »

An diesem Dienstag traf sich die Kommission für Lehre (KfL) zu ihrer 106. Sitzung. Aufgrund der Abwesenheit der Vorsitzenden, Vizepräsidentin Prof. Keitel-Kreidt, und dem Stellvertreter Stephan Manske, wurde Prof. Bongardt zum kommissarischen Leiter der Sitzung bestimmt. Bestimmendes Thema der Sitzung war das Vorlagepapier zu den Leitlinien der Qualitätspolitik und –Ziele an der FU. Desweiteren standen die Verlängerung von Masterprogrammen, die Vorlesungszeiten des nächsten Wintersemesters und verschiedene, von studentischer Seite aufgeworfene Sachfragen zur Diskussion.

Die Vorlage zu den Vorlesungszeiten wurde ohne inhaltliche Gegenargumente oder Widersprüche an den AS verwiesen. Einzig wurde moniert, dass es seit längerer Zeit geplant war, den amerikanischen Universitätskalender zu übernehmen, ohne dabei bisher zu Entscheidungen gekommen zu sein. Als einzige Universität, welche diesen Kalender implementiert hat, wurde Mannheim angeführt. Dahingehend wurde sich darauf verständigt, dieses Thema dem AS zur Diskussion vorzuschlagen.

Nachfolgend wurde das Vorlagepapier zu den Leitlinien zur Qualitätspolitik und –Zielen diskutiert. Wieder als Experte des Bereiches Qualitätsmanagement und Systemakkreditierung war Herr Helm anwesend, welcher einen einführenden Vortrag zu dem Papier gab. Die Leitlinien seien demnach ein notwendiger Schritt innerhalb der Implementierung des Qualitätsmanagements und als Kompromissdokument eines längeren Diskussionsprozesses mit den Fachbereichen zu verstehen (Verweis zu Blogeintrag 103. KFL). Wichtig sei es demnach, nicht nur die Forschung hervorzustellen, sondern insbesondere die Bedeutung der Lehre zu akzentuieren.

Nachfolgend begann eine zum Teil hitzige Diskussion. Zuerst wurde über den Status und den Umlauf dieses Dokuments diskutiert. Zum einen wurde scharf kritisiert, dass die KfL nicht schon früher an der Diskussion beteiligt wurde, da das Dokument bereits seit Mitte November letzten Jahres bei den Fachbereichen läge und erst einen Tag vor der Abstimmung im AS in die KfL eingereicht werde. In diesem Zusammenhang wurde auch über eine Missfallenskundgebung abgestimmt, welche angenommen wurde.

Überdies seien auch die Fachbereiche nicht in ausreichendem Maße inhaltlich beteiligt worden. Die studentischen Vertreter Sarah Walz und Matthias Bartelt sahen in diesem Vorgehen des Präsidiums ein Umgehungsversuch die dezentrale Mitgestaltung durch die Fachbereiche und des Runden Tisches zu unterminieren. Die Mehrheit der KfL konnte sich dieser Interpretation jedoch nicht anschließen, da die Vorlage einem drei monatigen Bearbeitungsprozess durch die Fachbereiche unterlag, welche sich jedoch unterschiedlich beteiligten. Ferner sei aber der Runde Tisch keine legale Institution innerhalb der Universitätsstruktur, welche in Benachrichtigungs- und Konsultationsvorgänge einbezogen werden müsste.

Weiterhin wurde vom studentischen Vertreter Andreas Bodmaier die vage und unkonkrete Ausdrucksweise des Papieres kritisiert, welche nicht den Qualitätsansprüchen der FU entspräche. Sein Kritik machte er zuvorderst an Punkt 4 der Definitionen fest, welcher „[e]ine hohe Qualität von Studium und Lehre […] insbesondere auch aus der Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven, die sich in der Struktur der Studienprogramme niederschlagen[,]“ resultieren sieht. Dr. Fijal (Prodekan für Lehre am FB Rechtswissenschaften) brachte in diesem Zusammenhang das erläuternde Beispiel der Internationalität als Perspektive in den Rechtswissenschaften ein. Dieses sei kein Element des grundständigen Lehrkanons, jedoch in der Praxis ein notwendiges Element der Ausbildung und müsse somit Eingang in das Studienprogramm haben.

Der Begriff der Qualität würde sich auch in der Struktur der Fächer an der FU widerspiegeln. So sei zum Beispiel die Ausrichtung der Geisteswissenschaften ein Alleinstellungmerkmal der FU Berlin, welches offensiv auch in Zeiten der Bologna-Reform vertreten werde. Dieses sei als ein Versuch der  Legitimation der gewachsenen Fächerkultur.

Letztendlich wurde sich darauf verständigt, dem AS zu empfehlen über das Papier zu beraten, jedoch noch nicht darüber zu beschließen. Der AS solle vielmehr die Vorlage auch dem Runden Tisch zur Diskussion (jedoch nicht mehr!) vorlegen und auch die Ausbildungskommissionen der Fachbereiche integrieren. Von Herrn Helm wurde kritisiert, dass dadurch der enge Zeitplan der Systemakkreditierung unterminiert werde, ohne dass ein inhaltlicher Fortschritt von weiteren Diskussionen über das Dokument zu erwarten sei. So konkreter das Dokument werde, desto unwahrscheinlicher sei ein Konsens darüber.

Danach nahm sich die Kommission der Beratung über die  Fortsetzung einer Reihe von Masterstudiengängen und weiterbildenden Masterstudiengängen vor. Von studentischer Seite wurde jedoch kritisiert, dass sie sich nicht imstande sieht, darüber zu beraten, ohne dass Evaluierungsergebnisse oder weitergehende Erläuterungen zu Änderungen innerhalb der Programme vorlägen. In einer Abstimmung wurde mehrheitlich beschlossen, dass die KfL aufgrund fehlender Informationen sich außerstande sieht, über die Verlängerung zu entscheiden.

Die allgemeine Arbeitsatmosphäre dieser Sitzung war gespannt und zum Teil gereizt, ob der Diskussionskultur einzelner Teilnehmer. Es ist zu hinterfragen, ob es den Vertretern wirklich immer um eine sachliche Bearbeitung von Lehrangelegenheiten oder dem Austragen persönlicher Rivalitäten und der eigenen Profilierung geht.

Besetzter Hörsaal 1A wurde geräumt

Kristina KaempferAllgemeines 2 Kommentare »

Nachdem bereits im vergangenen Dezember die besetzten Hörsäle in Städten wie Hamburg, München und Würzburg geräumt wurden, vermeldete der Tagesspiegel heute (www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,3030515) die Räumung des besetzten Hörsaals in der Rost- und Silberlaube. Ob und inwiefern der Bildungsstreik jetzt an der FU weitergeht bleibt abzuwarten, wie auch die Folgen dieser Maßnahme.

Drei Monate närrisches Treiben - Fasching im HS 1A!

Armin PeterAllgemeines 60 Kommentare »

Alle Jahre wieder: Fasching, Fastnacht, Karneval! Es ist ein Heidenspaß. Auch in Berlin lebt diese schöne Tradition, in diesem Jahr sogar an unserer Uni. Was, kennt ihr noch nicht? Macht nichts, erklären wir euch: Pünktlich zum 11.11. hatte eine neu gegründete Narrenzunft an der FU beherzt zugeschlagen und sich der Schlüssel zum Hörsaal 1A bemächtigt. FU Alaaaaaaf!!!

Begeisterte Massen im Hörsaal 1A

Hurra! So viel studentischer Freiraum wie noch nie: Jubelnde Massen im HS 1A.

Wer in den letzten Monaten am Hörsaal vorbeigekommen ist, oder sogar hineingeschaut hat, konnte sich an der bunten Zusammenkunft größerer und kleinerer Narren erfreuen - auch wenn man in der Regel nur wenige Mitglieder im Auge des heiteren Sturms antraf, die außerdem meistens schliefen. Wie alle Vereine an der FU hat auch die Narrenzunft FU 1A nie den Sprung zur Massenbewegung geschafft. Kurz nach Faschingsbeginn wurde in Zusammenarbeit mit anderen Zünften ein Umzug durch die Hauptstadt organisiert - damit ist Berlin sogar noch den rheinischen Karnevalshochburgen zuvorgekommen! Danke, Narrenzunft FU 1A - unsere Universität ist eben in jeder Hinsicht Elite.

Wohlfühlecke

Wohlfühlecke: Aaah, endlich mal richtig ausspannen…

Fantasievolle und bunte Plakate, lustige Faschingsparolen (”Vom Bildungsstreik zum Generalstreik”, “Kampf dem Kapitalismus”) und Montessori-Kindergarten-Athmosphäre (mit “Wohlfühlecke”!) sorgten zu jeder Tages- und Nachtzeit für das Amüsement der zufällig Vorbeikommenden. Die Feiernden nannten ihre Party “Bildungsstreik” und den Hörsaal “besetzt” - ein durchaus originelles Karnevalsmotto. Wo man keine themenbezogenen Ansatzpunkte für satirische Parolen fand, wurden andere Probleme erfunden - und dann einfach kreative Forderungen in die geduldige, weil meist leere Manege geworfen: Das bundespolitische Mandat für Studierendenvertretungen etwa - welch lustige Idee, den Karneval ins ganze Land zu tragen! Geklappt hat’s natürlich nicht - aber wenn der doofe Unichef Lenzen länger geblieben wäre, hätte ihm die AG Feminismus bestimmt noch wenigstens die Krawatte abgeschnitten!

Ein weiterer Forderungs-Knüller à la Pippi Langstrumpf: Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich! Ausgezeichnet, karnevalesker geht’s nicht mehr. Die Studierenden der FU sind der Narrenzunft FU 1A zu großem Dank verpflichtet, denn sie hat uns alles in allem ein lustiges Semester beschert.

Liebes Tagebuch…

“Liebes Tagebuch, heute habe ich wieder eine unrealistische Forderung gestellt - ist sowieso viel lustiger als die dauernde konstruktive Arbeit. In diesem Sinne: Bau auf, bau auf! Dein_e Narr_ärrin”

Und damit die ganze trockene Bildungsthematik nicht allzu langweilig wurde, organisierte die Narrenzunft in schöner Regelmäßigkeit Veranstaltungen, die mit dem Faschingsmotto “Bildungsstreik” gar nichts zu tun hatten - so etwa eine Filmwoche oder einen antifaschistischen Busausflug.

Bildungsstreik goes Dresden

Der Vorwurf, dass andere Dinge das Faschingsmotto “Bildungspolitik” von Anfang an überlagert haben, ist natürlich völlig aus der Luft gegriffen…

Außerdem gründeten die Narren eine Menge interessanter Arbeitsgruppen mit überaus klangvollen Namen - so zum Beispiel die AG Räumung, was angesichts des harten Winters nicht nur eine gute, sondern auch eine soziale Idee war. Leider merkt man von dieser AG, wie von allen anderen übrigens auch, relativ wenig. Der Campus ist weiterhin total vereist. Fehlen da etwa die Mitglieder oder ist nur die Arbeitsmoral am Boden?

Sauberkeit? No problemo…

Gesunde Ernährung und 100% Hygiene - die Volxküche. Lecker!

Doch da Berlin bekanntermaßen ein tolerantes Pflaster ist, ließ und lässt man die Narrenzunft FU 1A gewähren und lächelte mild. Der Unibetrieb spielte sich um die Faschingshochburg herum in gewohnten Bahnen ab. Die Pädagogikvorlesung der Erstsemester etwa musste wegen der Dauersitzung der Narrenzunft auf mehrere Räume verteilt werden - absolut verständlich, denn die Wünsche einer Handvoll Karnevalisten sind natürlich wichtiger als die Belange aller anderen Mitstudierenden.

Aber die (Pyjama)party geht immer noch weiter: Inzwischen nähert sich das Karnevalsspektakel seinem Höhepunkt - und wenn jetzt plötzlich andere Faschingskönige im Fernsehen schunkeln, will natürlich auch die Narrenzunft FU 1A wieder ein bisschen mehr gehört werden als zuvor. Die inzwischen drei Monate närrisches Treiben mussten selbstverständlich gebührend gefeiert werden - passenderweise fiel das Jubiläum genau auf den unsinnigen Donnerstag. Zum “FreeJam” gab’s Billigbier und Club-Mate - das Leben ist eine Lust!

Bildungsstreik?

Null Prozent Inhalt, 100 Prozent Spaß - das ist FU-Karneval!

Noch ist unklar, ob die Narrenzunft der FU sich am Rosenmontag auch in den bunten Reigen der Faschingsumzüge einreihen wird - von der Gründung der AG “Wir-basteln-einen-gendertauglichen-Faschingswagen-mit-bildungspolitischem-Bezug-und-versteckter-Kapitalismuskritik” ist bisher nichts bekannt geworden. Aber das kommt bestimmt noch - unsere Narrenzunft FU 1A wird uns nicht im Stich lassen! Ein Mitglied der Narrenzunft - barfuß und mit Rauschebart täuschend echt als Langzeitstudent verkleidet - versicherte heute, man werde auch weiterhin im Stammlokal 1A bleiben.

Alles nur Flaschen?

Alles nur Flaschen?

Ach ja, unsere Narrenzunft. Sie wird uns fehlen. Denn auch Karneval dauert nicht ewig. Spätestens am Aschermittwoch ist Kehraus, dann müssen die heiteren Narren nach Hause gehen. Doch wer weiß was kommt, unsere Narren sind immer für eine Überraschung gut. Vielleicht feiern sie mit den Schweizern weiter - dort geht es am Aschermittwoch erst richtig los. Möglicherweise folgen sie auch Herrn Lenzen nach Hamburg? Oder gibt es gar eine gemeinsame Abschlussparty zusammen mit der Zunft der grünen und blauen Ordnungshüter? Man darf gespannt sein - und der Narrenzunft FU 1A schon mal ein herzliches “Danke und Hellau!” sagen. Das Mitleid gilt allerdings jenen, die nach Fasching putzen und aufräumen müssen.

Alles schon abgegrast?

Schon alles abgegrast? Ach was, der nächste Fasching kommt bestimmt!

So bleibt am Ende nur noch die Frage, was denn eigentlich bei der ganzen Sache herausgekommen ist? Nun, wozu dient Fasching? Richtig: Zur Austreibung des Winters. Und weil der dieses Jahr ganz besonders hart ausgefallen ist, sollten wir alle an die gute Arbeit unserer lieben Narrenzunft FU 1A denken, wenn der Frühling kommt - denn das ist dann allein ihr Verdienst.


nächste Senatssitzung

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Heute, am Mittwoch, den 10. Februar, findet die nächste Sitzung Akademischen Senats statt. Um 15 Uhr s.t. im AS-Sitzungssaal im Henry-Ford-Bau werden beispielsweise die Modi zur Neuwahl des neuen Präsidenten besprochen.

Die Sitzung ist wieder größtenteils öffentlich und daher könnt ihr einfach reinschauen!

Vorerst nicht viel mehr als heiße Luft

Robert FritzAllgemeines 0 Kommentare »

Eingeleitet mit einer kurzen Zusammenfassung der ersten Sitzung von letzter Woche begann die heutige Diskussionsrunde des studentischen Runden Tischs (st.RT); in Anwesenheit von rund 20 Teilnehmern.

Eine nicht enden wollende Diskussion über den eigentlichen Existenzgrund dieser Veranstaltung war der erste Punkt auf der Tagesordnung. Ob der st.RT nun als “Austauschplattform des allgemeinen Stimmungsbildes” oder zur Diskussion über die studentische Selbstverwaltung einberufen wurde, schien beim letzten Mal nicht allen Anwesenden klar geworden zu sein. Auch das Protokoll der letzten Sitzung machte darüber keine eindeutige Aussage. Das Reden darüber, worüber man eigentlich reden wollte, fand nach 45 Minuten ein Ende. Man “entschied” sich tendenziell für das Thema der studentischen Selbstverwaltung. Nachdem ein paar als “ignorant” abgestrafte Befürworter der Planung konkreter Projekte die Veranstaltung verlassen hatten, wurde der erste wirkliche Punkt der heutigen Sitzung zur Sprache gebracht. Ganz nebenbei: Es war mittlerweile schon mehr als eine Stunde vergangen.

Das angesprochene Thema war die Öffentlichkeitsarbeit des AStA.

Stellvertretend waren zwei (oder vielleicht auch drei, man konnte es nicht genau in Erfahrung bringen) Mitglieder des AStA anwesend.

Auf die Frage, warum man auf der AStA-Homepage nicht einsehen kann, wer momentan welches Referat innehat, wurde geantwortet, dass dies nicht erwünscht sei…vorrangig aus datenschutzrechtlichen Gründen. Laut AStA gebe es keine Argumente, die für diese Repräsentation nach außen sprechen. Eine wenig inhaltliche Debatte darüber, ob die Namen in Verbindung mit Bildern einzusehen sein sollten oder nicht bestimmte die nächsten 15 Minuten. Man einigte sich darauf, dass es gut wäre, wenn man die Referenten-Namen auf der AStA-Seite finden könnte.

Der AStA sei für die meisten Studierenden ein Phantom, welches sich nur ab und an bei den Einführungsveranstaltungen der Erstsemester kurz zu erkennen gibt, so die Kritik an dessen studentischem Engagement.

Eine kurze Zusammenfassung der heutigen Sitzung des studentischen Runden Tischs könnte folgendermaßen lauten: Es wurde sich in knapp zwei Stunden darüber verständigt, dass es sinnvoll wäre, die Öffentlichkeitsarbeit des AStA zu verbessern.

Effizienz sieht anders aus und es bleibt abzuwarten, ob der st.RT als solcher Bestand hat.

Auf ein Eingehen bezüglich beleidigender Äußerungen des AStAs gegenüber den übrigen Anwesenden des st.RT wird verzichtet.

Immerhin etwas…

Sven HilgersAllgemeines 0 Kommentare »

So könnte das Fazit der heutigen Sitzung der Bachelorkommission lauten. Der große Durchbruch war es nicht, viel mehr ist es eine kleine Änderung in der  Studienordnung, die die Bachelorkommission dazu bringt für einige Monate die Arbeit einzustellen. Begonnen hatte die heutige Sitzung mit einleitenden Worten von Cilja Harders, die  noch einmal die Hauptstreitpunkte, Beibehaltung von den Modulen Moderne Politische Theorie Ideengeschichte, so wie Stärkung der Internationalen Beziehung, umriss. Weiterhin bemerkte sie, dass sich das Nachdenken über die Ausstattung für die Methodenmodule lohnen würde. Bernd Ladwig stellte den Stand der Verhandlungen über den „Großen-Bachelor“ aus Sicht der Lehrenden dar. Für ihn laufe der Prozess auf zwei Modelle aus, zum einen auf den Kompromissvorschlag „Nummer 7“ (Module: Einführung [V 5LP], Politische Theorie [V,V,PS 15LP], Methoden I [V,PS 10LP], Methoden II [PS PS 10LP], Politisches System der BRD [V,PS 10LP] , Vergleichende Analyse von politischen Systemen und Politikfeldern [V,PS 10LP], Internationale Beziehungen [V,PS 10LP]) oder dem „Kühlschrank“ und damit das Einfrieren der Reform bis Beschlüsse von der Kultusminister Konferenz (KMK) getroffen werden.

Teile der Studierenden brachten darauf einen neuen Kompromissvorschlag ein, der die Einführungsvorlesung als freiwillige Veranstaltung, eigenständige Module Ideengeschichte + Moderne Politische Theorie und die Stärkung der IB auf 15 LP vorsieht. Nachdem auch über diesen Vorschlag mit den gleichen Argumenten wie schon seit dem Institutstag debattiert wurde, Frust von vielen Mitgliedern der Kommission bekundet wurde und vor dem Scheitern der Reform gewarnt wurde, kam die Idee zu einem neuen Kompromiss. Der Reformprozess zur Einführung des „Großen Bachelors“ wird bis die KMK Beschlüsse zum Rahmen des Bachelors getroffen hat eingefroren aber die Ergebnis über die Konsens herrscht werden dem Institutsrat vorgelegt. Konkret bedeutet das, die Einführung von Affinen Modulen und Streichung von einem Drittel der Studienleistung in der Gesamtnote.

Dieser konsensfähige Kompromiss wird von allen Mitgliedern der Kommission als Ergebnissicherung verstanden der Reformprozess soll weitergehen und der Achtsemestrige Bachelor am OSI eingeführt werden. Doch bevor ein Scheitern der Verhandlungen riskiert wird, können in den kommenden Monaten die verhärteten Positionen überdacht werden, um dann wieder mit neuer Energie zu arbeiten. Aber auch wenn diese Änderungen in der Studienordnung nur eine Ergebnissicherung sind, bieten sie allen Bachelor Studierenden aber  vor allem den Studierenden,  die 2008 angefangen haben, die Möglichkeit ein Drittel ihrer Leistungen streichen zu lassen, so dass nicht jede einzelne Leistung zur Abschlussnote zählt und auch eine Klausur mal daneben gehen kann. Außerdem sorgen die Affinen Module dafür, dass Leistungen die an anderen Fachbereichen erbracht werden auch für den BA Politikwissenschaft anrechenbar sind. Alles in allem kein großer Sprung aber eine Verbesserung für die Studierenden. Der Achtsemestrige Bachelor bleibt als langfristiges Ziel bestehen.

666. Sitzung des Akademischen Senats am 20. Januar 2010

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Die Senatssitzung hatte einen recht sachlichen Charakter. Das lag sicherlich auch daran, dass ein spürbarer Teil der Senatsmitglieder nicht anwesend seinen konnte. Beispielsweise konnten weder der Präsident noch die erste Vizepräsidentin die Sitzung leiten. Sondern die zweite Vizepräsidentin, Frau Prof. Dr. Schäfer-Korting, musste bei diesem schon lange feststehenden Termin einspringen.

Die Honorarprofessur für Herrn Dr. Durkin-Meisterernst wurde problemlos angenommen und somit können sich alles Studierenden der Iranistik über einen neuen Dozenten freuen. Ebenso problemlos verliefen die Wahlen für den wissenschaftlichen Beirat des Italienzentrums und der Direktoriumsmitglieder der Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologischer Beratung.

Von präsidialer Seite wurden noch die Wiedereröffnung der Mensa I am 11. Januar mit einem rein vegetarischen Angebot hervorgehoben und es wurde offiziell bekannt gegeben, dass in dieser Woche die Ausschreibung für den Posten des Präsidenten der FU veröffentlicht wird.

Bei der Vorstellung des Runden Tisches durch Prof. Dr. Bongardt gab es wieder von allen Seiten ein großes und allgemeines Lob über die Arbeit und die Vorgehensweise. Nun gib es aber doch unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft des Runden Tisches. Die Sitzungsleitung schlug vor die formulierten Probleme aufzugreifen, in die entsprechenden Gremien zu tragen und dann den Runden Tisch wieder einzustellen. Andere, wie Prof. Dr. Funke, wollen ihn erstmal beibehalten und sind der Meinung, daß sich so ein Gremium früher oder später selbst einstellt, wenn es nicht gebraucht wird. Bis Mitte Februar wird der Runde Tisch mit Sicherheit noch bestehen. Wie das weiterbestehen gehandhabt wird hängt sicher auch davon ab, was in der kommenden AS-Sitzung besprochen wird und wie positiv (oder negativ) die neuen Ergebnisse aufgenommen werden.