103. Sitzung der KfL - Neues zur Systemakkreditierung

Alex SpielauLehre, Akademische Gremien 1 Kommentar »

Am Dienstag traf sich die 103. KfL, um über die Systemakkreditierung der FU und die AS-Beschlussvorlagen von Andreas Bodmeier und Sarah Walz zu diskutieren.Die Sitzung wurde bis zur Beschlussfähigkeit der Kommission durch einen Vortrag von Gerd Helm, dem Projektleiter Qualitätsmanagement und Systemakkreditierung an der FU, über den Ablauf und die Struktur  Systemakkreditierung informiert.Sein Vortrag begann mit einer Einführung in die generelle Struktur der Systemakkreditierungsverfahren. Die Akkreditierung von Studiensystemen meint  im Allgemeinen die Prüfung, Evaluierung und Annahme von Qualitätsmanagementverfahren von Studiengängen an einer Universität.  Zu diesem Zweck wurde ein Akkreditierungsrat auf nationaler Ebene geschaffen als übergeordnete Institution, unter der 6 Agenturen zur operativen Prüfung von Systemakkreditierungsverfahren bestehen. Die Agenturen sind (halb)privater Natur, um Unabhängigkeit von politischen Prozessen zu garantieren.Vorteile einer Systemakkreditierung gegenüber der alten Programmakkreditierung wurde mit einer längeren Halbwertszeit und den neuen Zielen der Förderung einer höheren Autonomie der Universitäten und einer Investition in Qualitätsstrukturen.Die FU hat zur Systemakkreditierung einen Vertrag mit der Agentur AQAS, welche falls der Akkreditierungsantrag angenommen wird, innerhalb der nächsten drei Jahre zu einer Annahme oder Ablehnung des FU Qualitätsmanagement kommen wird.Von Herrn Helm betont und nachfolgend intensiv diskutiert, wurde die Beteiligung studentischer Vertreter im Begutachtungs- und Evaluierungsverfahren. So seien studentische Vertreter im Prozess des Aufbaus von Studienprogrammen und Qualitätsmanagementstrukturen an den Instituten und Fachbereichen als auch am Verfahren der Systemakkreditierung selbst beteiligt.An letzterem sollen Studierende durch einen Repräsentanten im Begutachtungsrat von AQAS beteiligt werden. Dieser Studierende soll durch  einen studentischen Akkreditierungspool bestimmt werden, was jedoch nicht verpflichtend für die Agentur sei.  In diesem Zusammenhang wurde von studentischer Seite das  Berufungsverfahren als intransparent und nicht repräsentativ für die Studierendenschaft kritisiert.Ferner wurde in diesem Zusammenhang die noch nicht absehbaren (hohen) Kosten des Gesamtverfahrens von ca. 150.000€  und die Einflüsse der KMK und dem Bolongna-Prozess auf die Kriterien zur Qualitätssicherung.Nachfolgend wurde über die Anträge von Andreas Bodmeier und Sarah Walz diskutiert. Wobei nur über ersteren Antrag abgestimmt wurde. Dieser beinhaltet eine Beschlussformulierung, in welcher der akademische Senat aufgerufen wird die verpflichtende Anwesenheitskontrolle zugunsten einer offenen, freiwilligen Kontrolle  abgeändert wird und das Präsidium zur Neugestaltung einer Satzung für Allgemeine Prüfungsangelegenheiten beauftragt wird(jedoch ohne zeitliche Verpflichtung).Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen und somit dem AS zur Diskussion und Beschluss übermittelt. Der Antrag von Sarah Walz konnte nicht mehr innerhalb des Zeitrahmens diskutiert werden.Insgesamt war die Diskussionskultur in dieser Sitzung besser als gewohnt. Es wurde konstruktiv und aufeinander eingehend miteinander gesprochen – vielleicht eine positive Tendenz für die Zukunft?

665. Sitzung des Akademischen Senats am 16. Dezember 2009

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Prof. Bongardt berichtete kurz und sehr positiv von den ersten Zusammenkünften des Runden Tisches. Sein Lob über dieses neue Gremium wurde auch von allen geteilt, die bereits teilgenommen haben und mit dieser positiven Einstellung begann dann die Diskussion über den Beschlussentwurf zur Aussetzung der Anwesenheitskontrollen an der FU. Im Gespräch konnte der Autor dieses hervorragenden Antrags, Andreas Bodmeier, auch die Vorbehalte der skeptischen Senatsmitglieder beschwichtigen und daher kam es auch recht problemlos zu einer Annahme des Entwurfs. Nun sind die Dozenten nicht mehr verpflichtet die Anwesenheit zu kontrollieren, es nimmt ihnen aber auch niemand das Recht eine Teilnehmerliste zu führen, bzw. bei Seminaren, die eine Anwesenheit erfordern, kann die umstrittene Liste auch weiterhin eingesetzt werden.

Weiterhin wurde ein Ausschreibungstext für die bald zu vergebende Stelle des Universitätspräsidenten von einer Reihe von Professoren erstellt. Er wurde auch recht schnell verabschiedet, mit der Bitte an das Kuratorium diesen auch bei der Ausschreibung zu verwenden. Der sofort danach gestellte Antrag mit der Aufforderung an Prof. Lenzen sofort zurückzutreten wurde jedoch abgelehnt.

Die Zulassungsordnung für das Sommersemester wurde auch ohne große Diskussionen positiv abgestimmt. Es handelt sich dabei um wenige naturwissenschaftliche Studiengänge und aufzufüllende Masterplätze.

Der Punkt, der an diesem Nachmittag ein allgemeines Entsetzen auslöste ging von der Sitzungsleitung, also von der ersten Vizepräsidentin, Frau Prof. Lehmkuhl, selbst aus. Vor einem Monat, im November, hat sie dem Akademischen Senat keine Auskünfte über die geplanten Umstrukturierungen der Abteilung IV, Abteilung für Außenangelegenheiten, geben wollen. Auf explizite Fragen gab es nur ein abweisendes Verhalten. Daraufhin wurde am selben Tag noch ein Beschluss gefasst, daß der AS über diese Planungen informiert werden soll. Dies alles geschah unter der Leitung von Frau Prof. Lehmkuhl, die bei dem Umstrukturierungsprozess beteiligt ist/war. Auf der jetzigen Sitzung im Dezember offeriert Frau Prof. Lehmkuhl dem AS, daß die Abteilung IV bereits am 8. August, also zwei Monate vor den Fragen und dem AS-Beschluss, per Präsidiumsbeschluss geschlossen wurde. Das bedeutet, daß die erste Vizepräsidentin bewusst Informationen zurückgehalten und das ganzen Gremium getäuscht hat. Hinzu kommt, daß zu diesem Präsidiumsbeschluss nicht einmal die Frauenbeauftragte hinzugezogen wurde. Da Frau Prof. Lehmkuhl auf keiner fairen Ebene ihren Fehler eingestehen wollte und mit fragwürdigen Ausreden argumentierte muss man hier von einer argen Vertrauensschädigung reden, die nicht so leicht wieder zu beheben ist.

Vor kurzem wurde außerdem ein weiteres Außenbüro der FU eröffnet, diesmal in Brüssel. Diese Büros dienen zur Rekrutierung von neuem, fähigen wissenschaftlichen Nachwuchs und zur Kontaktpflege mit Wissenschaftlern an den Standorten. Die internationale Vernetzung der FU soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden, wo in Kairo und (irgendwo) in Brasilien Außenbüros eröffnet werden sollen.

Zudem sieht alles danach aus, daß die FU, genauer Frau Prof. Lehmkuhl, den neuen Hochschulvertrag im Januar unterzeichnen wird. Nach dem Vorfall zum Thema der Abteilung IV ist es allerdings schwer einzuschätzen welcher Wahrheitsgehalt hinter der Aussage der ersten Vizepräsidentin steht. Es ist also durchaus möglich, daß sie schon längst unterschrieben hat und nur keinen davon in Kenntnis setzten möchte.

Es ist amtlich: Der Präsident verlässt uns!

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Am vergangenen Freitag hat der jetzige Präsident der FU, Prof. Dieter Lenzen, die Verhandlungen mit dem Hamburger Senat abgeschlossen und die Wahl zum Präsidenten der Universität Hamburg angenommen.

Laut Pressemitteilung möchte Prof. Lenzen das Amt schon im ersten Quartal des Jahres 2010 antreten. (das klingt so, als wollte er noch bis zum Ende der laufenden Vorlesungszeit in Berlin bleiben) An der FU beginnt nun das Suchen um einen neuen Präsidenten. Noch ist alles offen!

665. Sitzung des Akademischen Senats, 15 Uhr (HFB)

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Am kommenden Mittwoch tagt der Akademische Senat wieder an seinem regulären Termin, ab 15 Uhr s.t. im AS-Sitzungssaal im Henry-Ford-Bau. Jeder ist eingeladen vorbei zu schauen und im Zuschauerbereich Platz zu nehmen.

Neben den Anträgen der studentischen FSI-Liste werden auch die Zulassungszahlen für das kommende Sommersemester besprochen und sicherlich auch beschlossen.

Zweite Runde am Runden Tisch

Marcel von VollandAllgemeines 1 Kommentar »

Der von Prof. Lenzen vorgeschlagene und vom AS beschlossene „ Runde Tisch“, Gesprächsforum und Meinungsbild der Universitätsangehörigen, tagte wiederholt am vergangenen Freitag. Zugegen waren etwa 50-60 Vertreter der Studierenden, des wissenschaftlichen Mittelbaus, der Verwaltung sowie der Professoren. Bei allem mehrmals betonten und (selbst-)gewürdigten Engagement der Anwesenden, fiel das Ergebnis jedoch vorerst mäßig aus. Insgesamt konnte zwar die Einigung erzielt werden, Themen wie Transparenz bei der Entscheidungsfindung und Demokratie im Entscheidungsprozess sowie den Dauerbrenner Anwesenheitspflicht vorne auf der Diskussionsskala zu plazieren. Über den eigentlichen Stellenwert der Versammlung im gesamtuniversitären Kontext war sich der „Runde Tisch“ überraschender Weise recht uneinig. Während Frau Müller (FB Chemie) und Hajo Funke (FB Politik) für ein schnelles Vorgehen ohne große Diskussionen über den Abstimmungsmodus (Mehrheitswahlrecht auf Pro-Kopf-Basis versus paritätische Abstimmung) plädierten, wurden erste konstruktive, inhaltliche Ansätze zum Thema Anwesenheitspflicht wie von Fr. von Oppeln sowie Fr. Müller durch ständig aufkommende Grundsatzfragen hinsichtlich Art der Moderation von Prof. Bongard– angeblich zu dominant und richtungsweisend – und Diskussionsverhalten in  ihrer Dynamik durchbrochen. Obwohl es bei der Anwesenheitsdebatte generell eine stimmige Auffassung über den Sinn bzw. Unsinn gibt, kamen insb. aus den naturwissenschaftlichen Bereichen Zweifel auf, ob es in jeder Veranstaltungsart (Erstsemesterübungen etc.) wirklich zum Vorteil der Studierenden ist, Besuche von Veranstaltungen in die Eigenverantwortlichkeit abzugeben.

Weiterhin wurde der eingebrachte Vorschlag, Diskussionen über Lehre sowie Forschung arbeitsteilig auf Montag und Freitag zu legen, von der Gesamtheit abgelehnt. Lehre und Forschung sollen auch thematisch nicht getrennt werden, wenn es über das Verhältnis beider universitärer Grundtätigkeiten zu beraten gilt. Die im Protokoll letzter Sitzung vorgeschlagene Themenauswahl-und Reihenfolge ist vorerst in ihrer Art angenommen worden. Am effektivsten erschien der Vorschlag, bei den nächsten Sitzungen Experten über die Studienordnung referieren zu lassen, um inhaltliche und sachliche Kritik an Studienkonzeptionen zu üben - zu befürworten ist solch ein Modus ebenfalls für weitere Sachthemen.

Zu bezweifeln bleibt, ob das angestrebte Ziel, bis zum 20. Januar ein umfangreiches Meinungsbild – denn mehr kann hier nicht getan werden – schriftlich festzuhalten und somit Einfluss auf Beschlussgremien zu nehmen, erreicht werden kann. Sollten formelle Probleme der Diskussionskultur den wirklichen inhaltlichen Dialog hemmen, könnte der Sinn und die Effektivität solch eines gesamtuniversitären Gesprächsforum konstruktive Reformvorschläge zu entwickeln, an Glaubwürdigkeit einbüßen.

SPD-Spitze besucht FU

Armin PeterAllgemeines 1 Kommentar »

Auf Einladung der Hochschulgruppe der JuSos waren am heutigen Dienstag Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel an die FU gekommen, um sich der Kritik der Studierenden zu stellen.

Vor einem voll besetzten Hörsaal hielten beide zunächst kurze Eingangsstatements, in denen sie die Wichtigkeit bezahlbarer, hochwertiger Bildung betonten. Auch unterstrich Steinmeier, dass Bildung nicht allein Selbstzweck sein dürfe, sondern auch der Gesellschaft und der Wirtschaft zugute kommen müsse.

In ungewohnter Bescheidenheit steckte Gabriel seiner Partei das bildungspolitische Ziel „zumindest auf OECD-Durchschnitt zu kommen“. Des Weiteren warnten beide vor Steuersenkungen. Diese, so Gabriel, kämen vor allem jenen Bürgern zugute, die es nicht nötig hätten. „Sollten den Ländern die geplanten 12 Milliarden an Steuersenkungen auferlegt werden, dann geht das zu Lasten der Schulen und Kitas“, so der SPD-Vorsitzende.

Im Folgenden hatten die Studierenden Gelegenheit, den beiden Politikern kritische Fragen zu stellen. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht. Abgesehen von einigen Exoten, die „internationale Bildungsstreiks“ und ähnliche Kuriositäten ins Gespräch zu bringen versuchten, hagelte es vor allem harsche, aber weitgehend sachliche Kritik an der Umsetzung der Bildungsreform. Angenehm war, dass linksextreme Positionen, die zuvor die Debatte im Bildungsstreik stark dominiert hatten, diesmal komplett außen vor blieben.

Nahezu alle Redner beklagten extreme Arbeitsbelastung, die kaum Zeit für Auslandsaufenthalte, vertiefende Studien und ehrenamtliches Engagement lasse. Es sei an der Zeit, so der fast einstimmige Konsens der Zuhörer, die Reform zu reformieren, und insbesondere die Bachelor/Master-Studiengänge zu überarbeiten. Mehrfach wiederholt wurde auch die nachdrückliche Forderung nach mehr studentischer Mitbestimmung. Dazu merkte Steinmeier an, die vorangegangenen Generationen von Studierenden hätten das Recht auf Mitbestimmung großenteils aufgegeben, da kein gesteigertes Interesse an bildungspolitischen Vorgängen zu beobachten gewesen sei. Es freue ihn, dass sich dies nun wieder ändere.

Steinmeier und Gabriel lauschten verständnisvoll, versuchten zu beschwichtigen und gelobten Besserung. Außerdem boten sie Sprechern der „Hörsaalbesetzer“ an, zu einer Gesprächsrunde in die SPD-Zentrale zu kommen. Gabriel unterstrich gegen Ende noch einmal nachdrücklich die Bedeutung von Forschung. Natürlich dürfe es  nicht sein, dass die Qualität der Lehre durch Bevorzugung der Forschung leide, so der SPD-Vorsitzende. Dennoch sei es aber wichtig und notwendig, Forschungszweige zu fördern, deren Nutzen zunächst nicht absehbar sei. Als Beispiel nannte er Photovoltaikanlagen.

Die Rolle, die die SPD in den letzten zehn Jahren in der Bildungspolitik gespielt hatte, fiel leider fast vollständig unter den Tisch. Die beiden Parteigrößen bevorzugten es, in die Zukunft zu blicken. Mehrfach riefen sie in den Raum, die Ausgaben für Bildung drastisch erhöhen zu wollen.

So blieb am Ende das Fazit: Keine wirklich konkreten Zusagen, aber immerhin ein offenes Ohr für die großen und kleinen Sorgen der Studierenden – nun aber müssen Steinmeier und Gabriel den freundlichen Worten greifbare Taten folgen lassen. Man darf gespannt sein.

Dikussionsgremium “Runder Tisch”

Uwe KirmseAllgemeines 2 Kommentare »

Auf dem heutigen ersten Treffen des runden Tisches wurden die Themen festgesetzt und organisatorische Fragen besprochen. Von jetzt an finden jeden Montag von 8 bis 10 Uhr und jeden Freitag von 16 bis 19 Uhr diese Treffen zwischen Studierenden, Professoren, wissenschaftlichen und sonstigen Mitarbeitern statt. Jeder kann hingehen und sich beteiligen, will sagen, es gibt ein uneingeschränktes Rederecht. Es wurde aber auch nocheinmal betont, daß es sich um ein Diskussionsforum handelt, was keine Beschlussfähigkeit besitzt.

Die Diskussionsthemen, die von den Anwesenden gesammelt wurden, findet ihr hier:

www.bildungsstreik-berlin.de/wiki/index.php/Runder_Tisch/07.12.#Strukturierung

(auf der gleichen Seite findet sich auch eine kurze, protokollartige Zusammenfassung des Treffens)

Am kommenden Freitag soll die Reihenfolge der aufgelisteten Punkte festgelegt werden und mit der thematischen Dikussion begonnen werden. Jeder ist eingeladen vorbei zu kommen und sich zu beteiligen. Es ist zu hoffen, daß die Gesprächskultur, die heute an den Tag gelegt wurde, auch bei den kommenden Treffen fortgesetzt wird. So wird man zu Ergebnissen kommen, die für die meisten Beteiligten erträglich sind.

Diskussionstreffen “runder Tisch”

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

In der vergangenen AS-Sondersitzung wurde der von Prof. Lenzen vorgeschlagene “runde Tisch” beschlossen. Nun soll er am Montag zum ersten Mal zusammen kommen.

(7. Dezember 2009, um 8 Uhr im AS-Sitzungssaal im Henry-Ford-Bau)

Jeder kann vorbei kommen (für Beteiligung und Rederecht wurden noch keine Regelungen festgelegt)

Treffen der Bachelor-Kommission am 1.12.

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Beim gestrigen Treffen der Bachelorkommission für den reformierten Politikwissenschaftsstudiengang waren nicht nur erstmals Beteiligte des sogenannten “Gegenentwurfs” anwesend, es wurde auch einer anderer Entwurf von zwei anderen Dozierenden am OSI eingebracht.
Die große Anzahl beteiligter Studierender (von denen einige leider vergeblich auf eine - durch wen auch immer - angekündigte Abstimmung warten mussten) führte dazu, dass man zu Anfang noch einmal strittige und unstrittige Punkte zusammenfasste: wie schon auf der Abstimmung im letzten Institutsrat beschlossen, wird auf allen Seiten die Ausgestaltung des Studiengangs in ein Y-Modell unterstützt, wie auch die affinen Modulen und das Streichen von einem Drittel der erbrachten Leistungen. Gleichsam wurde bereits vergangen Mittwoch erklärt, dass fünfte und sechste Semester des Kommissionsentwurfs zu übernehmen.
Offene Punkte waren die Gestaltung des Projektkurses, die Punktevergabe bezüglich der Bachelor-Arbeit und ob Gender als Querschnitt oder eigenes Modul existieren soll. Ebenfalls noch nicht genau festgelegt schien, ob man auch das 5.-8. Semester des Kommissionsentwurfs übernehmen will und welche der Leistungen nicht in die Endnote zählen sollen. Der jedoch größte und strittigste Faktor - 3 oder 5 Pflichtmodule? - kam, dank es einen anderen eingebrachten Entwurfs (der jedoch nicht wirklich aussichtsreich scheint), nur in die Anfangsphase einer Diskussion; eine Entscheidung in dieser Sache war gestern nicht möglich. Hierbei fand ein konstruktiver Dialog zwischen beiden Seiten statt, der sowohl Vor- und Nachteile, sowie Zusammenhänge mit dem OSI-Strukturplan, widerspiegelte.
Aufgrund der fehlenden Zeit musste die Sitzung jedoch - ohne große Ergebnisse, aber zumindest ein erstes Zusammenführen beider Parteien - nach zwei Stunden beendet werden.

Das nächste Treffen, bei welchem man sich vor allem mit den Pflichtmodulen beschäftigen wird, findet am kommenden Montag, den 7. Dezember, um 16.00 Uhr in der Garrystraße 55 (Raum 121) statt.

Treffen der Bachelor-Kommission am OSI heute um 16 Uhr

Kristina KaempferTermine, Allgemeines 0 Kommentare »

Etwas kurzfristig, um auch anderen Interessierten die Teilnahme an der Kommissionsarbeit zu ermöglichen, wurde die nächste Sitzung auf den heutigen Tag verlegt.

Daher sind alle interessierten Studierenden eingeladen, um 16 Uhr in den Henry Ford Bau, Konferenzraum III (gegenüber dem Senatssitzungssaal) zu kommen und mit zu diskutieren!

Täglich grüßt das Murmeltier - OSI wieder bestreikt…

Sven HilgersAkademische Gremien, Allgemeines 1 Kommentar »

Einen Einblick in das Demokratieverständnis einiger Studierendenvertreter hat man heute wieder am OSI erhalten. Weil ihnen ein von Prof. Ladwig vorgeschlagener Kompromiss zur Reformierung des Bachelor Studiengangs nicht gefiel und die endgültige Abstimmung vertagt wurde, besetzten sie kurzum wieder das Politikwissenschaft Institut. Vereinfacht gesagt, was der Ideologie einiger Studierendenvertreter widerspricht wird mit Ketten versperrt. So wurde heute die Arbeitsstelle Transnationale Außen- und Sicherheitspolitik mit Ketten verschlossen, so dass weder Mitarbeiter noch Studierende dort reinkommen konnten um mit ihrer Arbeit oder Studium weiterzumachen. Im gesamten OSI wurden alle Räume so abgeschlossen, dass keine Veranstaltungen stattfinden konnten. Der Streik wird begründet mit allgemeinem Frust und Gefühlen, dass es nicht richtig abläuft. Deshalb wolle man mit diesem Warnstreik ein Zeichen setzen.

Fakt ist aber, dass beim gestrigen Institutsrat einiges erreicht wurde (siehe Kristinas Beitrag) und in der Bachelor Kommission jetzt ein geeigneter Kompromiss gesucht wird, dafür haben auch schon einige Professoren und Professorinnen, die vorher nicht an der Kommission teilgenommen haben, Interesse daran gezeigt zu kommen. Der Prozess zu Reformierung des Bachelors geht weiter und hat eher an Fahrt gewonnen als verloren. Eine Kampfabstimmung, wie sie von einigen gefordert wurde, hätte zur endgültigen Entscheidung geführt, die vermutlich gegen den Vorschlag der Bachelor Reform ausgefallen wäre. Hier stellt sich die Frage: Ob man Erfolge überhaupt noch sieht? Ist den Verantwortlichen ein heroisches Scheitern lieber, als ein ausgehandelter Kompromiss im Sinne der Studierenden? Möchte die streikende Minderheit der Studierendenvertreter lieber einen Konflikt heraufbeschwören, als einen greifbar nahen Kompromiss auszuhandeln?

Institutsrat am OSI vom 25.11.: erste Abstimmung über eine Reform des achtsemestrigen PoWi-Bachelors

Kristina KaempferAkademische Gremien 0 Kommentare »

In der heutigen Sitzung des Institutsrats des Otto-Suhr-Instituts kam es zu einer ersten Abstimmung über den reformierten achtsemestrigen Bachelors.

Nach Festlegung der TO, Genehmigung der letzten Protokolle und dem TOP Mitteilungen und Ankündigungen (welcher einige Neubesetzungen im Prüfungsschuss und Nachrücker im Institutsrat bemerkte), wurden das Ergebnis des Institutstags, und der damit eng verknüpfte Reformentwurf eines PoWi-Bachelors durch eine Kommission aus Lehrenden und Studierenden, heiß diskutiert.
Bezüglich der Strukturplanung beschloss der Institutsrat, nach anfänglichen Versuchen durch die geschäftsführende Direktorin Dagmar Vinz diesen Punkt zu vertagen und sich daran anschliessender langer Diskussion mit den Studierenden, die folgende Punkte: Der Institutsrat geht fortan von 12 Soll-Stellen aus, die Besetzung der Bereiche Ideengeschichte, System der BRD und Rechtliche Grundlagen mit einer Vollprofessur wird als notwenig angesehen (mit einer Enthaltung genehmigt). Gleichsam sollen freiwerdende Stellen bzw. freiwerdende zentrale Mittel sind vorbehaltlich für diese Bereiche reserviert, sollte keine strukturrelevante Vollprofessur mehr dort existieren.
Auch der danach folgende Punkt der Bachelorreform war nicht minder strittig: der schon auf dem Institutsrat aufkommende zweite Entwurf durch Mitglieder des Prüfungsausschusses (ehemals bekannt als “Börzel& co”) wurde dem Entwurf der Kommission gegenüber gestellt. Die überwältigende Mehrheit der Studierenden sprach sich hierbei für letzteren aus, was nicht zuletzt auf die anwesenden Dozierenden Druck gemacht hat, sich scheinbar in ihrer Entscheidung den Interessen der Studierenden zu beugen. Nach heftiger Debatte über Abstimmung oder Nicht-Abstimmung (und leider einiger unschöner Szenen von anwesenden Studierenden aus dem FBR PolSoz und Akademischen Senat), kam es schlussendlich doch zu keiner Vertagung - ein Verfahren, welches vor allem in der letzten Sitzung der Bachelor-Arbeitsgruppe eher distanziert und verhalten gesehen wurde, da befürchtet war, dass eine Abstimmung zu Ungunsten der Studierenden ausfallen würde. Schlussendlich wurde jedoch beschlossen, den grundliegenden Kurs der Kommission zu unterstützten und dabei explizit das Y-Modell, die affinen Module, die streichbaren Module (sodass nicht alle Noten in die Endnote zählen) sowie die Übernahme des 5./6. Semesters des Kommissionsvorschlag mit 2 Enthaltungen der studentischen Vertreter zu genehmigen. Diese Enthaltungen begründeten sich darauf, dass es zu einer Vertagung bezüglich des äußerst strittigen Punktes der Pflichtmodule kam und hierbei nicht der Kommissionsentwurf befürwortet wurde. Gleichfalls ist die Ausgestaltung der BA-Arbeit und ihre Bewertung noch nicht entschieden.

Nach fast vier Stunden hitziger Debatte wurden die letzten TOPs, inklusive dem zur Verlängerung des SFB700 und der damit verbundenen öffentliche Abstrafung von Sarah Walz und Oliver Wolff, nach einem stark zu kritisierenden Brief an die DFG, welche den SFB 700 und beschäftigten Wissenschaftler aufs Höchste hätte schaden können (oder besser gesagt sollen), auf den nächsten IR in zwei Wochen vertagt.

Besonders positiv zu bemerken war das rege Interesse der Studierenden: mindestens 50, wenn nicht sogar an die 80 Studierenden wohnten der fast vier Stunden dauernden Sitzung bei und zeigten, dass der Institutstag mehr war, als nur ein einmaliges Ereignis. Nicht zuletzt durch den Druck, den auch die Dozierenden gespürt hatten, wurde der Institutsrat gezwungen, das Votum vom Institutstag ernst zu nehmen.

(Der nächste Termin zur Sitzung der Kommission zum achtsemestrigen Bachelor wird am nächsten Mittwoch stattfinden, wobei die endgültige Uhrzeit noch nicht geklärt ist. Sobald genaueres feststeht, werden wir euch hier auf dem Blog darüber informieren.)

Prof. Dieter Lenzen geht nach Hamburg

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Am letzten Freitag hat der Akademische Senat der Universität Hamburg mit einer großen Merheit Prof. Dieter Lenzen zu ihrem neuen Uni-Präsidenten gewählt. Zuvor hat ihn der Hochschulrat einstimmig über dieses Amt abgestimmt. Noch hat er aber diese Wahl nicht angenommen. Er verhandelt zur Zeit noch mit dem Hamburger Senat, aber es ist abzusehen, daß er Berlin verlassen wird. Der große Medienrummel und das Anheizen der Stimmung durch die Hamburger Hörsaalbesetzer bleibt nahezu keine andere Lösung mehr übrig. Wenn alle Verhandlungen gut gehen wird er im 1. Quartal 2010 Berlin verlassen.

Es ist also möglich, aber lange nicht sicher, daß er erst zum Ende des Semesters an der FU als Präsident zurück tritt.

Streit um die Reformierung des PoWi-Bachelors und kommender großer Institutsrat am 25.11.

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Am kommenden Mittwoch, den 25.11., findet am OSI ab 08.30 Uhr ein großer Institutsrat statt. Tagesordnungspunkt wird u.a. das Ergebnis des Institutstags in Verbindung mit einer Bachelorreformierung des PoWi-Studiengangs sein. Allen Studierenden, die am Institutstag zur besagten Diskussion anwesend waren, werden die Spannungen zwischen den Mitgliedern der Bachelorkommission und einem Gegenentwurf von einer Reihe Dozierender am OSI aufgefallen sein. Es ist stark zu bedauern, dass letztere Gruppe ohne studentische Mitarbeit einen eigenen Entwurf des Politikwissenschaft-Monobachelors verfasst hat und auch auf dem Institutstag eine solche Mitwirkung öffentlich für nicht wünschenswert erklärt hat.
Da jedoch die Mehrheitsverhältnisse in den verantwortlichen Gremien höchstwahrscheinlich zu Ungunsten der Kommission ausfallen werden, ist eine Kompromisslösung zwischen beiden Vorschlägen unumgänglich. Erste Versuche von Annäherung fanden auf der letzten Sitzung der Kommissionsgruppe am 18.11. statt; jedoch wurde mit dem Rückenwind des Institutstages und dem Ausblick auf den Institutsrat nichts am Entwurf der Kommission geändert, da man mit der starken und eindeutigen Unterstützung der Studierenden in die Diskussion über den Bachelorentwurf auf dem nächsten Institutsrat gehen will.

Alle Studierende sind daher eingeladen, am nächsten Mittwoch zum Institutsrat zu kommen und konstruktiv über die Ausgestaltung des Bachelorstudiengangs zu diskutieren. Eine angedrohte und mancherorts gemunkelte Abstimmung zwischen beiden Modellen scheint hierbei (hoffentlich) höchst unwahrscheinlich.

Die Mitglieder der LHG, welche an der Bachelorkommission und deren Entwurf in den vergangen Monaten mitgearbeitet haben, bedauern die derzeitige Entwicklung. Gleichsam jede Seite im Prozess des Diskurses ein Recht auf eigene Entwürfe hat, sollte jedoch gerade an einem Institut wie dem OSI die Möglichkeit der Diskussion mit den Studierenden, das Ziel eines Konsens im Hinterkopf, gesucht werden.

LHG wählt neuen Vorstand

Benedikt BenteLHG, Allgemeines 0 Kommentare »

Seit der diesjährigen offiziellen Mitgliederversammlung der LHG am vergangenen Donnerstag ist ein neuer Vorstand im Amt.

Nach ausführlichen Rechenschaftsberichten und offizieller Entlastung des vorhergehenden Vorstandes wählten die anwesenden Mitglieder mit großer Mehrheit Kristina Kämpfer (3. Semester Politikwissenschaften) zur neuen Vorsitzenden, Sven Hilgers (3. Semester Politikwissenschaften) zu ihrem Stellvertreter und mich (3. Semester Geschichte/Politikwissenschaften) zum Schatzmeister.

Der neue Vorstand bedankte sich für das Vertrauen der Gruppe, kündigte eine aktive und neu gestaltete Politik für das kommende Jahr an und schwor die Mitglieder auf eine gute Zusammenarbeit bei den anstehenden Herausforderungen ein.