Feb 25
Dies ist der erste Entwurf für einen IR-Antrag (danke an Friedrich Arndt!) zur Einrichtung eines Mentorenprogrammes am OSI. Daran kann noch gefeilt werden, das nächste Treffen zu diesem Thema soll Anfang März stattfinden.
Der Institutsrat möge beschließen:
Einrichtung eines Mentorenprogramms
Hintergrund
Einer der auf dem Institutstag häufig genannten Verbesserungswünsche war die bessere Betreuung und Orientierung der StudienanfängerInnen. Neben der Diskussion um die Gestaltung der Studieneingangsphase um Einführungsvorlesung und PS/Es ist es auch wünschenswert, verstärkt Orientierung mit studentischer Beteiligung anzubieten, um StudienanfängerInnen einen positiven Start ins Studium zu erleichtern.
Daher wurde aus dem Institutstag heraus ein Mentorenprogramm angeregt, in dem fortgeschrittene Studierende den StudienanfängerInnen als Ansprechpartner und Diskussionspartner bereit stehen.
Inhalte
Mentorengruppen, die eine Größe von fünf Studierenden nicht überschreiten sollte, helfen besonders in folgenden Bereichen:
- Tipps zur Orientierung in- und außerhalb der Universität, Herstellung erster sozialer Kontakte
- Orientierung im Fach
- Unterstützung bei der Studienplanung (z.B. sinnvolle Kombination, Inhalt und Menge der Veranstaltungen)
- Austauschforum für die Studis untereinander für alltägliche Fragen, um aus konkreten Fragen gegenseitiges Lernen zu machen
- Fragen wissenschaftlichen Arbeitens (Hausarbeiten, Fragestellung)
- Konkrete Unterstützung bei der ersten Hausarbeit
- Mut machen und Motivation vermitteln, individuelle Probleme als strukturelle aufzeigen, richtige Ansprechpartner vermitteln
- Moderation von Problemen mit Dozent/innen
Der Schwerpunkt liegt weniger auf der zusätzlichen Vermittlung von Inhalten (wie etwa in Tutorien), sondern im Bereitstellen von Orientierung und Hilfen, um individuell richtige Fragen zu finden.
Ziele
- Unterstützung der Studieneingangsphase
- Verhinderung von Anonymität und Orientierungslosigkeit
- Verstärkung der Kommunikation zwischen den Semestern
- Stärkung eines Klimas gemeinsamen Lernens
- Verbesserung der Beratungs- und Orientierungsmöglichkeiten
- Einbeziehung fortgeschrittener Studierender in die Einführung neuer Studierender
- Schaffung eines motivationsfördernden Rahmens, in dem sowohl StudienanfängerInnen als auch Mentoren dazulernen
Ziel ist nicht, bestehende, notwendige Betreuungsangebote (z.B. Hausarbeitsbetreuung durch Dozenten, Studienberatung) zu ersetzen, sondern auf einer Ebene geringer Hemmschwelle zu ergänzen, um nicht nur aktive Studierende, sondern auch zurückhaltende besser zu erreichen.
Organisation
Zur Qualitätskontrolle, Hilfe für die Mentoren und Verbindung zu Dozierenden steht das Programm in Betreuung einer/s möglichst etatisierten wissenschaftlichen Mitarbeiters/in. Die Mentoren werden sich regelmäßig zu einem jour fixe mit dem/der betreuender/m DozentIn treffen, um Inhalte und Probleme im Programm zu besprechen. Ein Methodenworkshop für die Mentoren wird angestrebt, um kompetente Hilfe für StudienanfängerInnen zu gewährleisten. Als erster betreuender Dozent konnte Prof. Dr. Sven Chojnacki gewonnen werden.
Es finden regelmäßige (ca. zweiwöchentliche) Treffen statt, je nach Bedürfnissen und Ideen der Gruppe aber auch öfter. Das angestrebte Verhältnis in den Mentorengruppen ist ca. 1:3 bis 1:5, so dass ein intensiver und persönlicher Austausch möglich ist.
Auf den Einführungstagen, in der Einführungsvorlesung und in den Proseminaren zu Einführung wird das Programm vorgestellt.
Die Teilnahme am Mentorenprogramm ist sowohl für StudienanfängerInnen als auch für mögliche Mentoren freiwillig. Bei erfolgreicher Mentorentätigkeit kann ein unbenoteter Schein für eine fächerübergreifende Veranstaltung von der/m betreuenden DozentIn ausgestellt werden.
Feb 21
Leider komme ich wegen der Klausurenzeit jetzt erst dazu den Bericht von der letzten FBR-Sitzung in den Blog zu stellen.
Zu vermelden gab es erst einmal Personalia: Studiendekan Clemens wird Ende des Semesters aus persönlichen Gründen aus dem Dekanat ausscheiden, ihm sollte nach dem Willen von Dekanin Luig ein noch zu findender Mittelbauer im Amt folgen. [Anm.: Auch studentische Studiendekane gibt es an den Berliner Hochschulen immer wieder, wieso nicht auch mal an diesem Fachbereich?]
Bei gleich drei neu einzurichtenden Master-Studiengängen standen die Genehmigungen der Studien- und Prüfungsordnungen an. Eher problemlos war die Genehmigung der Ordnungen für den forschungsorientierten Masterstudiengang „Europäische Gesellschaften im Vergleich“ der Soziologen. Hierzu sollen ca. 40 Studienbewerber pro Jahr zugelassen werden. Da der Studiengang konsekutiv und nicht weiterbildend ist, bleibt der Studiengang automatisch gebührenfrei.
Nicht ganz gebührenfrei soll der dreisemestrige konsekutive Masterstudiengang „Zeitgeschichte“ bleiben, der sich an Lehrerinnen und Lehrer mit 2. Staatsexamen und einem Jahr Berufserfahrung richtet. Die 1050 Euro Gebühren sollen dabei jedoch nur zur Deckung der Kosten für die Räume und Verpflegung in den externen Tagungsorten der Wochenendveranstaltungen herhalten. Die Genehmigung der Ordnungen ging mit nur einer Gegenstimme und 4 Enthaltungen noch durch.
Anders beim Studiengang “International Relations Online”. Für den konsekutiven Masterstudiengang sollen 15.000 Euro Studiengebühren für drei Semester verlangt werden. Kein Problem soll diese Gebührenhöhe sein, richtet sich der Studiengang doch nicht an deutsche Studieninteressenten, sondern insbesonders an Frauen aus dem Nahen Osten. Dafür erhält Frau hauptsächlich Online-Lehre über das FU-Blackboard, sowie sechs Präsenztermine in Dubai und zwei in Berlin, falls man hierhin reisen könne. Weitere Hintergründe hierzu hat auch Niklas recherchiert. Die Genehmigung der Studienordnung fand zwar mit zwölf Ja- und vier Nein-Stimmen eine Mehrheit, jedoch legten die drei studentischen Mitglieder ein suspensives Gruppenveto ein, sodass die Studienordnungen erst in einer, in Folge dessen beantragten, Feriensitzung durchgebracht werden sollen.
Erst zum Schluss beschäftigte sich der Fachbereichsrat mit der Situation der Publizistik. Auf diesn Tagesordnungspunkt hatten viele extra angereiste Publizistik-Studis die ganze Zeit gewartet, denn die Professorensituation ist an diesem Institut nach Weggängen, Pensionierungen, Erkrankungen und einem Todesfall z.Z. miserabel. Erst in diesem Sommersemester kommt die erste Neuberufung seit zwölf Jahren ans Institut.
In einem Gespräch mit dem Präsidium hatte der neue Institutsdirektor Weiß beim Präsidium die Zusage für die Eröffnung weiterer Berufungsverfahren im Jahr 2006 abgerungen. Gegen diese Zusage hatte sich das Dekanat intern wohl zuerst ausgesprochen. In einem Telefongespräch mit FU-Vizepräsident Väth am Tag vor der Fachbereichsratssitzung konnte Frau Luig von Väth davon überzeugt werden, dass die Stellensituation in der Publizistik tatsächlich schwierig ist, sodass die Dekanin nun zusicherte, dass sich das Dekanat an die Präsidiumsvorgaben halten werde.
Feb 15
Der Abschiede einige gibt es dieses Semester. Nach Elmar Altvater vor einigen Wochen, verabschiedete sich heute mit einer Vorlesung zum Thema “Souveränität” Ulrich Preuß.

Weniger pompös als die Veranstaltung mit Prof. Altvater - nur Hörsaal A wurde gebraucht - aber mit nicht weniger Pathos endet damit die Zeit eines weiteren Professors am OSI. Die Dekanin und der Institutsdirektor genauso wie Prof. Ladwig sparten nicht der lobenden Worte, was Preuß sichtbar peinlich war. Der Vortrag war wirklich gut, auch wenn in der anschließenden Diskussion einige spannenden Fragen umschifft worden.
Prof. Preuß verabschiedet sich nicht vollkommen, sondern lehrt noch etwas an der Hertie School of Governance, was aber, so seine Aussage, nicht die Trauer des Abschiedes vom OSI überdecken könne.
Feb 14
Die heutige Sitzung der Kommission für die Reform war wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, wie man 1,5 Stunden aneinander vorbei reden kann (naja, vielleicht nicht die ganze Zeit). Die studentische Seite fühlte sich in ihrem “großen Engagement” untergraben, weil nicht gleich deutliche Ergebnisse sichtbar werden und weil man bei der Kommission auch noch die Auflagen zur Akkreditierung beachten/erfüllen muss, die Seite der Lehrenden goss noch bewusst und unbewusst Öl ins Feuer durch Geschäftsordnungsanträge, Aufforderungen und Kommentare.
Am Ende einigte man sich allerdings friedlich darauf, dass alle Seiten bis zur nächsten Sitzung am 27. Februar ab 14 Uhr in der 21/E, bzw. bis zum 24. Februar, Vorschläge für Modulzuschnitte (also wie werden die Module gegeliedert, benannt etc.) vorzubereiten, die dann auf der Sitzung diskutiert werden. Das klang dann doch deutlich konstruktiver und versöhnlicher.
Das Protokoll der Sitzung wird sicherlich in naher Zukunft auf Blackboard erscheinen (für alle die’s nicht wissen: unter Blackboard/community/Otto-Suhr-Institut gibt es einen Unterpunkt Studienreform, in dem alle nachverfolgen können, was dort beredet und beschlossen wird).
Feb 13
Wer sich schon immer gefragt hat, was am Institut so vor sich geht und von anderen Hochschulgruppen dabei kläglich im Stich gelassen wurde, der hat es nun noch einfacher:
osi.lhg-fu.de
Nur wer mitliest, kann mitreden!
Feb 09
Vgl. unseren uniweiten Blog!
Feb 08
Leider bin ich heute erst gegen 10 Uhr in die Sitzung des Institutstags geplatzt, allerdings wurden denke ich auch erst ab diesem Zeitpunkt die interessanten Dinge besprochen: 1. die Abgabefristen für Leistungsnachweise, 2. die geplante Lehrevaluation und 3. die erste Empfehlung der Studienordnungskommission.
1. Aufgrund der Empfehlung des Präsidiums an die Dekanate sollte auch der Institutstag einen Beschluss dazu fällen. Nach einiger Diskussion, in der David Hachfeld nochmal auf den nur empfehlenden Charakter dieses Briefes, einigte man sich schließlich auf folgende Formulierung: “Der Institutsrat empfiehlt den Lehrbeauftragten, in der Regel den 1.4. als Abgabetermin zu wählen.
2. Die von einer Arbeitsgruppe um Mike Fichter geplante Lehrevaluation stieß auf erheblichen Widerstand von Seiten Herrn Niedermayers, die sich vorrangig auf die Problematiken der Kurzfristigkeit und der Repräsentativität einer solchen Studie bezogen. Letztendlich kam man zu dem Entschluss, die Lehrevalutaionsbögen den Dozenten dieses Semester nur auf freiwilliger Basis anzubieten und auszuwerten, was natürlich das Projekt der Erstellung einer Best-Practice-Broschüre gefährdet. Ab nächstem Semester soll über Blackboard sowieso eine solche Lehrevaulation online eingeführt werden.
3. Zunächst wurde das Mandat bzw. die Zusammensetzung der Studienordnungskommission angenommen, bevor man sich mit der ersten Empfehlung desselben befasste. In dieser Empfehlung ging es um einen konkreten Vorschlag zur Vergabe von Teilnahmescheinen, um die Problematik der ausufernden Teilnahmeleistungen schon zum nächsten Semester in den Griff zu bekommen. Da der Vorschlag allerdings erst am Dienstag entstanden war und die Mitglieder des Institutsrats somit keine Möglichkeit und Zeit hatten, sich damit zuvor zu befassen, wurde aufgrund der Kurzfristigkeit das ganze Vorhaben an den Prüfungsausschuss weitergereicht. Dieser tagt nächsten Dienstag und ist vermutlich ohnehin für die Vergabe von Teilnahmescheinen zuständig, eine positive Empfehlung des Institutsrats wäre dennoch wünschenswert gewesen.
Feb 01
[updated]
Heute fand um 14 Uhr im Hörsaal A eine Informationsveranstaltung für Dozierende statt, in der sie über den aktuellen Stand der Dinge rings um Campus Management (CM) informiert wurden - wie sie wo was (z.B. Noten) eintragen und mit welchen Knopfdrücken Einträge verbindlich sind oder nicht. Laut der Aussage eines meiner Dozenenten (ein Externer!) waren die Informationen verständlich. Heißt: Dozierende können sich nicht herausreden, wenn sie etwas falsch machen!
Laut Tanja Börzel ist übrigens die Eintragefrist für Noten in CM der 1. Juni 2006 (keine Gewähr von meiner Seite!), so dass die Abgabefrist von Hausarbeiten zwar weiterhin in der Hand der Dozierenden liegt, eine Verlängerung aber nicht direkt Einfluss auf die Eintragbarkeit der Note hat.
Tanja Börzel informierte außerdem, dass eine Einigung bei der Festlegung der Fristen für An- und Abmeldung gefunden wurde: Nachdem Wissenschaftssenator Flierl den Passus “Bis zwei Wochen nach Beginn der Vorlesungszeit kann man sich für Veranstaltungen an- und bis vier Wochen wieder abmelden” abgelehnt und beide Fristen gleich (auf zwei Wochen) setzen wollte, wurde sich jetzt in der Mitte geeinigt, d.h. anmelden kann man sich bis zum Ende der zweiten, wieder abmelden bis zum Ende der dritten Vorlesungswoche.
Nachtrag:
Laut Empfehlungsschreiben des Präsidiums an die Fachbereiche sind in nicht-konsekutiven Modulen Arbeiten bis spätestens 1. April abzugeben; die Dozierenden sollen die Noten für das Wintersemester bis zum 15. Juni 2006 eintragen.