Soeben hat Friedrich die folgende, überarbeitete Fassung der IR-Beschlussvorlage zur Einrichtung eines Mentorenprogrammes am OSI (an 35 Beteiligte/Interessierte) verschickt:
Antrag zur
Einrichtung eines Mentorenprogrammsfür die 85. Sitzung des Institutsrats des Otto-Suhr-Instituts für Politikwissenschaft
Der Institutsrat möge beschließen:
1. Gegenstand des Antrags
Einrichtung eines Mentorenprogramms zur Unterstützung der Studieneingangsphase, zur Schaffung eines motivationsfördernden Klimas gemeinsamen Lernens und zur Ausweitung des Betreuungs- und Beratungsangebots.2. Beschlussentwurf
Der Institutsrat beschließt die Einrichtung eines Mentorenprogramms in folgender Form:
Hintergrund
Einer der auf dem Institutstag häufig genannten Verbesserungswünsche war die bessere Betreuung und Orientierung der StudienanfängerInnen. Neben der Diskussion um die Gestaltung der Studieneingangsphase um Einführungsvorlesung und PS/Es ist es auch wünschenswert, verstärkt Orientierung mit studentischer Beteiligung anzubieten, um StudienanfängerInnen einen positiven Start ins Studium zu erleichtern.
Daher wurde aus dem Institutstag heraus ein Mentorenprogramm angeregt, in dem fortgeschrittene Studierende den StudienanfängerInnen als Ansprechpartner und Diskussionspartner bereit stehen.Inhalte
Mentorengruppen, die eine Größe von fünf Studierenden nicht überschreiten sollte, helfen besonders in folgenden Bereichen:
- Tipps zur Orientierung in- und außerhalb der Universität, Herstellung erster sozialer Kontakte
- Austauschforum für die Studierenden untereinander für alltägliche Fragen, um aus konkreten Fragen gegenseitiges Lernen zu machen bzw. zu erleichtern
- Mut machen und Motivation vermitteln, individuelle Probleme gegebenenfalls als strukturelle aufzeigen, richtige Ansprechpartner vermitteln (Moderation von Problemen mit DozentInnen)
- Unterstützung bei der Studienplanung und Orientierung im Fach (z.B. sinnvolle Kombination, Inhalt und Menge der Veranstaltungen)
- Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten (Entwicklung von Problem- und Fragestellungen, konkrete Unterstützung bei der Konzeption der ersten Hausarbeit)
Der Schwerpunkt liegt weniger auf der zusätzlichen Vermittlung von Inhalten (wie etwa in Tutorien), sondern im Bereitstellen von Orientierung und Hilfen, um individuell richtige Fragen und Antworten zu finden.
Ziele
Unterstützung der Studieneingangsphase
- Verhinderung von Anonymität und Orientierungslosigkeit
- Verstärkung der Kommunikation zwischen den Semestern! ar Stärkung eines Klimas gemeinsamen Lernens
- Verbesserung der Beratungs- und Orientierungsmöglichkeiten
- Einbeziehung fortgeschrittener Studierender in die Einführung neuer Studierender
Ziel ist nicht, bestehende, notwendige Betreuungsangebote (z.B. Hausarbeitsbetreuung durch Dozierende, Studienberatung) zu ersetzen, sondern auf einer Ebene geringer Hemmschwelle zu ergänzen, um nicht nur aktive Studierende, sondern auch zurückhaltende besser zu erreichen. Insgesamt geht es um die Schaffung eines motivationsfördernden Rahmens, in dem sowohl StudienanfängerInnen als auch Mentor(inn)en dazulernen.
Organisation
Zur Qualitätskontrolle, Hilfe für die Mentor(inn)en und Verbindung zu Dozierenden steht das Programm in Betreuung einer/s möglichst etatisierten wissenschaftlichen Mitarbeiters/in bzw. Professors/in. Die Mentor(inn)en werden sich regelmäßig zu einem jour fixe mit dem/der betreuender/m DozentIn treffen, um Inhalte und Probleme im Programm zu besprechen. Ein Methodenworkshop für die Mentor(inn)en wird angestrebt, um kompetente Hilfe für StudienanfängerInnen zu gewährleisten. Als erster betreuender Dozent konnte Prof. Dr. Sven Chojnacki gewonnen werden.
Es finden regelmäßige (ca. zweiwöchentliche) Treffen statt, je nach Bedürfnissen und Ideen der Gruppe aber auch öfter. Das angestrebte Verhältnis in den Mentorengruppen ist ca. 1:3 bis 1:5, so dass ein intensiver und persönlicher Austausch möglich ist.
Auf den Einführungstagen, in der Einführungsvorlesung und in den Proseminaren zu Einführung wird das Programm vorgestellt.
Um auch künftig Interesse an der Mentor(inn)entätigkeit zu wecken wird gegen Ende jedes Semesters per Aushang auf die Möglichkeit zum Engagement aufmerksam gemacht und in künftigen KVVs über das Programm informiert.
Die Teilnahme am Mentorenprogramm ist sowohl für StudienanfängerInnen als auch für mögliche Mentor(inn)en freiwillig. Bei erfolgreicher Mentorentätigkeit kann ein unbenoteter Schein für eine fächerübergreifende Veranstaltung von der/m betreuenden DozentIn ausgestellt werden.3. Begründung
Erfolgt mündlich.
4. Kosten
Das Programm wird zunächst keine Gelder benötigen.
Wenn das bei nächster Gelegenheit durch den IR ginge, wäre das eine tolle Innovation am OSI, die dann hoffentlich auch funktioniert und möglicherweise als Vorbild auch für andere Fachbereiche gelten könnte.