Thomas Risse strahlt in die Welt

RonnyHochschulpolitik, FU, Allgemeines Kommentar schreiben

Schon gelesen: Seit Kurzem verfügt das OSI über einen Videokonferenzsaal. Den Saal gab es vorher schon, das Filmen funktioniert erst seit zwei Wochen. Nun kann das OSI aus sich heraus in die weite Welt strahlen, zum Wohle der Menschheit und der freien Netzwerkuniversität.

Hier ein paar Vorschläge, wie der Saal konstruktiv genutzt werden könnte:

1. Für Institutsrats- und Fachbereichsratssitzungen: Alle Menschen der Welt könnten bequem von Zuhause aus zuschauen, wie die wichtigen Entscheidungen am Fachbereich mit professoraler Mehrheit fallen.

2. Für Vollversammlungen: Statt mit 15 Leuten die Hörsäle A und B der Ihne 21 zu blockieren könnte sich das zuständige Politbüro konspirativ im Videosaal zusammenfinden und ihre Botschaft unwidersprochen in den weltweiten Äther senden.

3. Für studentische OSI-Nachrichten: Einmal die Woche könnten die wichtigsten OSI-/Uni-Nachrichten live ausgestrahlt und von einem Millionenpublikum an den Bildschirmen verfolgt werden.

4. Für Vorlesungen: Statt hundertfünfzig Studierende für eine Vorlesung in die Ihne 22/E1 zu stopfen könnten die Studierenden eine Vorlesung bequem in der Cafeteria verfolgen. Die Anwesenheit wird über den Abgleich mit der IP-Adresse garantiert und für alle Menschen auf der Welt auf StudiVZ publiziert.

5. Für Studierende in anderen Bundesländern, die wegen Studiengebühren kein Studium anfangen konnten: Seminare (zu Themen, für die maximal 20 Studierende kommen) finden im Konferenzsaal statt und geben den Außenstehenden eine Vorstellung davon, was sie hätten haben können, wenn ihre Eltern genügend Geld gehabt hätten.

Weitere Vorschläge sind herzlich willkommen und die Kommentarfunktion kann dafür ausgiebig genutzt werden. Die beste Idee wird vom Fachschaftsrat Politik- und Sozialwissenschaften gewürdigt, wenn er denn irgendwann mal einberufen wird.

3 Reaktionen zu “Thomas Risse strahlt in die Welt”

  1. atari

    Warum sind die besten Vorschläge 4&5? Die hätten an 1&2 stehen müssen

    Zu 4: Es sollte nicht nur die Anwesenheit kontrolliert werden, sondern wie bei Zugführern auch üblich, regelmäßig ein Lebenszeichen verlangt werden, sonst läuft das womöglich noch im Hintergrund.

    Zu 5: Auch wenn der finanzielle Aufwand sicher nicht gering ist, sollte ein Pay-per-View-Verfahren eingeführt werden. Die Verwaltung wird sicher mehr kosten als Gebühren eingetrieben werden, aber Bildung darf nicht frei verfügbar sein.

    _____
    Dieser Kommentar kann Ironie enthalten (,muss er aber nicht).

  2. Niklas

    6. Dozierende mit Präsenzverpflichtungen im Ausland müssten sich nicht mehr zu uns Unterprivilegierten in diese unwirtliche Stadt zurück bemühen, sondern könnten aus klimatisierten Räumen in sonnigen Regionen dieser Erde einfach hin und wieder ein paar Worte an uns richten. Nur wenn ihnen danach ist, versteht sich.

  3. e-Learning an der FU Berlin - Vol. 2 « FUwatch

    […] Zeitgleich weist Ronny Patz auf eine Neuerung am OSI hin: Der Fachbereich PolSoz besitzt seit kurzem einen Videokonferenzsaal! Zumindest theoretisch bietet der Saal die Möglichkeit wirklich mal ein wenig “e-Learning” zu betreiben. So frotzelt Ronny über die möglichen Verwendungszwecke unter anderem: “4. Für Vorlesungen: Statt hundertfünfzig Studierende für eine Vorlesung in die Ihne 22/E1 zu stopfen könnten die Studierenden eine Vorlesung bequem in der Cafeteria verfolgen. Die Anwesenheit wird über den Abgleich mit der IP-Adresse garantiert und für alle Menschen auf der Welt auf StudiVZ publiziert. […]

Einen Kommentar schreiben