Wow,
manchmal ist man überrascht, wie eisig das Klima an dieser Uni ist: Heute morgen war ich bei Herrn Dr. Diaz-Bone am Institut für Soziologie, weil mich Professor Ohr, der am OSI Methoden lehrt, auf meine Frage hin, ob er jemanden kenne, der sich mit Netzwerkanalysen auskennt, an ihn verwiesen hatte. Ich war eigentlich nur auf der Suche nach einem Ansprechpartner für quantitativ-methodische Fragen für meine Diplomarbeit (nicht nach einem Betreuer).
Als ich aber erwähnte, dass ich vom OSI sei und in meiner Diplomarbeit mit Netzwerkanalysen arbeiten wollte, gingen sofort die Rollläden runter: Er mache das nicht. Das Institut für Soziologie habe nur 1 1/2 Professuren auf 400 Studierende, da bliebe für OSI-Studierende keine Zeit. Insbesondere, weil das OSI an der schlechten Situation der Soziologie nicht ganz unschuldig sei. Es kämen öfters hilflose Studierende vom OSI zur Soziologie. Das OSI sei ja auch für seine geringe methodische Kompetenz bekannt. Ich solle mir kompetente Ansprechpartner anderswo in der Republik suchen. (Das Gespräch ging dann noch ein wenig weiter, war aber für ihn und für mich an dieser Stelle mehr oder weniger beendet.)
Klare Ansage an das OSI. Ich nehme Herrn Diaz-Bone nicht übel, dass er wegen Überlastung keine Anfragen von Nicht-Soziologie-Studierenden entgegennimmt. Aber ich war doch überrascht, wie sehr die Rollläden bei der Erwähnung des OSIs heruntergehen und wie stark das auf mich als Studierenden projeziert wird. Keine Nachfrage: “Wie kann ich helfen?” sondern ohne Umschweife ein klares “Nein” - weil ich vom OSI war.
27. Juni 2007 at 17:01
Wende Dich doch mal an Herrn Sprinz (Uni Potsdam / PIK), der könnte Dir netzwerkanalysen-technisch bestimmt weiterhelfen und ist auch Politologe. Gruß