Praxis der Masterzulassung am OSI

RonnyOSI, Hochschulpolitik, Allgemeines 2 Kommentare »

Stefan Hernádi hat über den OSI-Protest-Verteiler den folgenden, exzellenten Text zum gerade abgeschlossenen Zulassungsverfahren des MAs geschickt, den ich hier unverändert und unkürzt wiedergeben möchte:

Am Montag hat eine Vierergruppe bestehend aus Stelter, Rossa-D., Massing und Funke das erste “Zulassungsverfahren” für den neuen MA Politikwissenschaft vorgenommen.
Die ca. 150 Bewerbungen auf die 60 freien Plätze wurden vom Zulassungsbüro ohne Bearbeitung direkt ans OSI weitergeleitet.
Das Kriterium der Auswahl war dann ein politikwissenschaftlicher Inhalt des bisherigen Studiums im Umfang von 90 LP, dann gilt das bisherige Studium als gleichwertig zum BA oder anderen Abschlüssen in Pol.wiss. .

Unter den gleichwertigen Bewerbungen entscheidet dann die bessere Note. Nach der Vergabeordnung muss aber auch ein kleiner Prozentsatz (8 Plätze) durch Auswahlgespräche vergeben werden.

Unter den Bewerbungen zum kommenden Semester befanden sich allerdings nur 68 Studis, die das Kriterium der Gleichwertigkeit erfüllt haben. Da sich davon ohnehein nicht alle auch zum Studium einschreiben werden, wurde sowohl auf eine Rangfolge der Noten als auch auf Auswahlgespräche verzichtet, um die 60 Plätze zu füllen.

Laut Vergabeordnung ist eigentlich der Prüfungsauschuss für die Auswahl der Bewerbungen zuständig. Dieser hat aber die Enscheidung der Vierergruppe als die seine übernommen.
Für das nächste Jahr soll das ganze Verfahren dann aber offizieller und transparenter gestaltet werden, indem der Prüfungsausschuss eine Auswahlkommission einsetzen wird, in der auch die Studierenden vertreten sein werden. Diese Kommission wird dann über Auswahlkriterien beraten und die Auswahl der Bewerbungen vornehmen.

Da die Zahl der Bewerbungen mit Sicherheit steigt, wird das ganze Verfahren in Zukunft nicht mehr ohne weiter Auswahlkriterien ablaufen können. Da die Studierenden dann an diesem Verfahren beteiligt sein werden, sollte es eine vorher diskutierte Position geben. Die Optionen sind ja auch vielfältig. Entweder man beteiligt sich aktiv an der Auswahl, indem man für andere Kriterien als die Note ist oder übernimmt dieses Kriterium gar, oder man boykottiert das ganze Verfahren, weil eigentlich jede Zulassungbeschränkung Mist ist. Diese Diskussion hat allerdings bis zum nächsten SoSe Zeit, vielleicht könnte sich ja dann eine Arbeitsgruppe bilden.

Unter den 68 Zugelassenen befinden sich übrigens 27 mit einem Pol.wiss.studium. Davon sind nur sieben vom OSI, von denen wiederum drei schon ein Diplom gemacht haben. Die Motivationsgründe dieser drei konnte sich niemand erklären, da sie sich faktisch in das gleiche Studium setzen, was sie eben gerade beendet haben. Vielleicht soll einfach nur ein zweiter Titel abgegriffen werden, aus Angst, das Diplom ist nichts mehr “wert”.
Diese Angst ist allerdings unbegründet, da das Prüfungsbüro zu jedem Diplom ein Bescheinigung über eine Gleichwertigkeit zum MA austellen kann, und diese bisher überall akzwptiert wurde.

So, das war jetzt aber genug trockende Insitutspoltik - bis zum 22.9. auf der viel spannenderen Demo gegen den Überwachungsstaat!

Neue Umweltpolitik-Professorin ab 1. Oktober

RonnyBerufung, OSI, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Wie man der OSI-Webseite entnehmen kann, wird ab 1. Oktober 2007 Miranda Schreurs die Nachfolge für Prof. Jänicke im Bereich (vergleichende) Umwelt- und Energiepolitik antreten.

Wer sich ein (bewegtes) Bild von Prof. Schreurs machen möchte, findet hier ein Video aus dem Februar diesen Jahres.

Zur Erinnerung: Den Bericht über die Berufungsanhörung kann man auf dem leider stillgelegten osiwelt-Blog nachlesen.

Studentische Positionen basteln: Mittwoch 12 Uhr und 18 Uhr

RonnyOSI, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 2 Kommentare »

Letzte Woche fand am OSI eine Sitzung des Institutsrat statt, die auf den Gängen der Universität bis hin zur “Luise” für Aufsehen gesorgt hat.

Im Nachgang zu dieser Sitzung informiert Dennis von der FSI OSI nun über ein geplantes offenes Treffen zwischen Studierenden und Dozierenden an diesem Mittwoch um 18 Uhr in der Ihne 21. Um dieses Treffen vorzubereiten, treffen sich interessierte Studis um 12 Uhr im OSI-Foyer.

Themen sollen sein:

1. Das Diplom-Hauptstudium “Politikwissenschaft”

Es wird moniert, dass Studierende, die von der alten zur neuen Grundstudiumsordnung gewechselt sind, verlangt wird, dass sie ihr Hauptstudium in dieser neuen Ordnung fortsetzen müssen (und nicht die Wahl zum alten Hauptstudium haben), obwohl zum Zeitpunkt ihrer Wahl das Hauptstudium noch gar nicht konzipiert war.

2. Zulassungsbeschränkungen

Einige Dozierende wollen offensichtlich die schlechte Situation überfüllter Veranstaltungen durch Teilnahmebeschränkungen bekämpfen und somit Probleme des Instituts/der Universität auf die Studierenden abwälzen. Hervorgehoben werden von Dennis (FSI) besonders Mitarbeiter/innen des Arbeitsbereichs IB.

3. Finanzen des Instituts

Zum Eklat kam es auf der letzten IR-Sitzung, weil über der tatsächlichen Finanzlage des OSI ein undurchdringlicher Nebel lag. Der Finanzbeauftragte Prof. Dr. Oskar Niedermeyer trat daraufhin zurück. Tanja Börzel und Thomas Risse drohten nach Flurfunkangaben, die ihnen zustehenden leistungsbezogenen Mittel in Zukunft komplett zu behalten und nicht wie bisher 20% in das OSI-Budget abzugeben (Anmerkung: Das Land Berlin vergibt einen Teil der Haushaltsmittel “leistungsbezogen” an die Universitäten, etwa in Bezug auf Drittmittel, Studienerfolgsquoten etc. Universitätsintern werden diese Mittel auch (teilweise?) leistungsbezogen weiterverteilt.). Auf jeden Fall droht dem OSI für das kommende Jahr ein Verlust-Haushalt.

Das klingt auf jeden Fall nach einer aufregenden Sitzung, und ich kann nur dazu aufrufen, an den Treffen um 12 Uhr und 18 Uhr teilzunehmen!

OSI-Zeitung Nr.4

Florian SchatzOSI, Hochschulpolitik, FU, LHG, Allgemeines 0 Kommentare »

Für alle, die noch nicht in den Genuß der neuen OSI-Zeitung gekommen sind: Diese liegt seit nunmehr 2 Wochen an verschiedenen Stellen im Institut aus, eine Online-Version findet sich hier.

Samstagöffnungszeiten zurückhaltend genutzt

RonnyBibliothek, OSI, Allgemeines 0 Kommentare »

Ich hab dieser Tage mal nachgefragt, wie intensiv die Samstagsöffnung der OSI-Bibliothek genutzt würde. Die Mitarbeiterin der Bibliothek meinte: “Es könnte mehr sein.”

Es sei an dieser Stelle nur noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich um einen Modellversuch handelt. Wenn der Service nicht genutzt wird, kann es sein, dass er auch wieder eingestellt wird!

Relativ eisig

RonnySoziologie, OSI, FU, Allgemeines 1 Kommentar »

Wow,

manchmal ist man überrascht, wie eisig das Klima an dieser Uni ist: Heute morgen war ich bei Herrn Dr. Diaz-Bone am Institut für Soziologie, weil mich Professor Ohr, der am OSI Methoden lehrt, auf meine Frage hin, ob er jemanden kenne, der sich mit Netzwerkanalysen auskennt, an ihn verwiesen hatte. Ich war eigentlich nur auf der Suche nach einem Ansprechpartner für quantitativ-methodische Fragen für meine Diplomarbeit (nicht nach einem Betreuer).

Als ich aber erwähnte, dass ich vom OSI sei und in meiner Diplomarbeit mit Netzwerkanalysen arbeiten wollte, gingen sofort die Rollläden runter: Er mache das nicht. Das Institut für Soziologie habe nur 1 1/2 Professuren auf 400 Studierende, da bliebe für OSI-Studierende keine Zeit. Insbesondere, weil das OSI an der schlechten Situation der Soziologie nicht ganz unschuldig sei. Es kämen öfters hilflose Studierende vom OSI zur Soziologie. Das OSI sei ja auch für seine geringe methodische Kompetenz bekannt. Ich solle mir kompetente Ansprechpartner anderswo in der Republik suchen. (Das Gespräch ging dann noch ein wenig weiter, war aber für ihn und für mich an dieser Stelle mehr oder weniger beendet.)

Klare Ansage an das OSI. Ich nehme Herrn Diaz-Bone nicht übel, dass er wegen Überlastung keine Anfragen von Nicht-Soziologie-Studierenden entgegennimmt. Aber ich war doch überrascht, wie sehr die Rollläden bei der Erwähnung des OSIs heruntergehen und wie stark das auf mich als Studierenden projeziert wird. Keine Nachfrage: “Wie kann ich helfen?” sondern ohne Umschweife ein klares “Nein” - weil ich vom OSI war.

Studierende für die Berufungskommission “Ideengeschichte” gesucht

RonnyOSI, Hochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

Dennis von der FSI OSI berichtet in einem Verteiler, dass für die Berufungskommission für die Professur “Ideengeschichte” zwei Studierende gesucht werden:

wie im Fachbereichsrat in der vergangenen Woche beschlossen und vom Institutsrat bestätigt, wird das Berufungsverfahren für die Neubesetzung der Professur für Politische Philosophie (ehemals Theorie) und Ideengeschichte komplett neu aufgelegt. Die studentischen Mitglieder im Institusrat suchen nun nach 2 Studierenden, die gerne in der neue Berufungskommission mitarbeiten würden.
Aus diesem Grund veranstalten wir am kommenden Dienstag den 8. Mai um 14 Uhr im Foyer der Ihne 21 ein offenes Informationstreffen, zu dem wir Interessierte ganz herzlich einladen. Dort erfahrt ihr auch mehr über die geplante Zusammensetzung der Kommission.

OSI-Bibliothek öffnet länger

RonnyOSI, Allgemeines 2 Kommentare »

Auf der heutigen Ersti-Veranstaltung hat die Verantwortliche der Bibliothek mitgeteilt, dass während der Vorlesungszeit die Bibliothek unter der Woche nun bis 20 Uhr geöffnet sein wird und ab 21. April auch auch ein Pilotprojekt gestartet werden und die Bibliothek samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein wird. Je nach Anklang der neuen Öffnungszeiten werden diese vielleicht sogar längerfristig bestehen bleiben.

Na wenn das keine hervorragenden Nachrichten sind!

Studentische Initiative: G8-Themenwoche am OSI

Florian SchatzOSI, Allgemeines 0 Kommentare »

Eine studentische Initiative, der sich auch die LHG angeschlossen hat, will im Mai eine Themenwoche zu G8/Globalisierung veranstalten. Die Initiative wird vom Institutsrat des OSIs unterstützt und freut sich über jHierede/n, der/die sich an der Organisation beteiligen will.

Hier nähere Infos (Stefan Hernádi):

Auf eine Initiative von Studierenden des OSI hin wird im Frühling die Lehre einmal in verändert Form stattfinden. Anlass ist dabei der anstehende G8-Gipfel in Heiligendamm in der ersten Juniwoche. Die Idee der Initiative ist es, sich vom 7. bis zum 11. Mai intensiv mit den G8, der Globalisierung und den damit verbundenen großen Fragen der Weltordnung zu beschäftigen. Dies soll in vielen vielfältig gestalteten Veranstaltungen geschehen, die den regulären Lehrbetrieb möglichst ersetzen sollen. Ob Workshop, Planspiel oder Blockseminar - alles ist denkbar, alles ist möglich. So geht es aus einem ersten Konzeptpapier der Studierenden hervor. Besonderen Wert legt die Initiative auf die Offenheit und Transparenz der Vorbereitung des Projektes sowie eine größtmögliche Kontroversität der Themenwoche selbst.

Dozierende sind gefragt

Dass das Vorhaben gelingt, ist noch keine Selbstverständlichkeit. Besonderes wird es darauf ankommen, inwieweit die Dozierenden bereit sind, ihre Lehre in der Woche alternativ zu gestalten und den Studierenden die Möglichkeit zu geben, an anderen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Themenwoche wird zwar durch einen offiziellen Beschluss des Institutsrates unterstützt, jedoch war es nicht möglich, die Dozierenden zur Teilnahme zu verpflichten. So bleibt es bei einem Aufruf des Institutsrates, sich zu beteiligen und die Anwesenheitskontrollen auszusetzen. Eine gewisse Reserviertheit gegenüber dem Projekt ist schon zu merken, allerdings haben auch schon einige Dozierende angekündigt, eigene Veranstaltungen anzubieten.

Doch das Angebot von Seiten der Lehrenden soll ohnehin nur einen Teil des gesamten Veranstaltungsangebotes abdecken. Auch Studierende und außeruniversitäre Personen und Gruppen werden herzlich eingeladen, die Themenwoche mitzugestalten und selbst zu „Lehrenden“ zu werden. Keine Veranstaltung soll abgelehnt werden, solange sie politisch fundiert ist. „Antisemitische Verschwörungstheorien oder andere krude Weltbilder haben am OSI allerdings nichts zu suchen“ sagt einer der Studierenden der Initiative.

Den Rahmen der Woche soll eine große Auftakt- und Abschlussveranstaltung etwa in der Gestalt einer Podiumsdiskussion bilden, auch ein kulturelles Begleitprogramm der Woche ist vorgesehen.

Abzuwarten bleibt, wie die OSI-Studierenden die Woche aufnehmen. Es ist zu hoffen, dass die Befürchtung einiger Dozierender, der geschaffene Freiraum werde genutzt, um mal eine Woche freizumachen, sich nicht bewahrheitet. Alles andere wäre auch eine Enttäuschung für die Initiative, denn immerhin wird schon seit November des letzten Jahres an dem Projekt gearbeitet. Daher gilt es also, schon im Vorfeld möglichst viele Studierende in die Vorbereitung mit einzubinden, um die Woche zu einem gemeinsamen Erlebnis zu machen. Bisher beteiligen sich ungefähr 40 Studierenden, die zum Teil politisch an der Uni in verschieden Fachschaftsinitiativen oder Hochschulgruppen organisiert sind.

Chance für die Lehre

Die Themenwoche scheint für das OSI zwei große Chancen zu bieten. Zum einen kann sie ein Raum für eine kontroverse politikwissenschaftliche Vorbereitung auf den Gipfel aber auch dessen Widerstand werden, zum anderen kann sie ein Beispiel für eine Form des Lehr- und Wissenschaftsbetriebes sein, wie es sie am OSI vielleicht zu selten gibt: Die Beschäftigung mit den wichtigen politischen Fragen der Gegenwart außerhalb der universitären Alltagsstrukturen. Die Frage, ob diese beiden Chancen genutzt werden können, wird wohl von allen Studierenden und Dozierenden des OSI selber entschieden werden.

Informationen und Mitarbeit: G8amOSI@gmx.de

Die Initiative wird bislang neben unabhängigen Studierenden unterstützt von den Fachschaftsinitiativen des OSI, der Islamwissenschaft/Arabistik und der Physik, sowie der Unabhängigen Linken Hochschulgruppe, Linke.FU, attac campus, Liberale Hochschulgruppe, Grüne Hochschulgruppe, Juso-Hochschulgruppe, der AG-Lehre des OSI, dem Institutsrat und der Redaktion der OSI-Zeitung.

OSI-Zeitung Nr. 3

Florian SchatzOSI, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Mit viel Engagement ist es der Redaktion der OSI-Zeitung gelungen, noch in diesem Semester eine weitere Ausgabe auf die Beine zustellen. Damit etabliert sich die OSI-Zeitung allmählich als unerlässliches Medium und trägt zu mehr Transparenz am Institut bei.